Freizeittipps : Kultur für Kurzentschlossene

Kleines Welttheater im Marionettentheater, Schauergeschichte in der Oper, Pianisten im Schumann-Saal: Kulturtipps für diese Woche.

Museen Morgen findet in den Museen K20 und K21 erneut der KPMG-Kunstabend statt. Freier Eintritt von 18 bis 22 Uhr sowie ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm werden geboten. Im K20 ist weiterhin das Projekt „museum global“ zu sehen, zu einem Besuch im K21 locken die Präsentationen der Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie 2018 sowie die von Ed Atkins in der Bel Etage. Im K20 findet zudem um 20 Uhr die Diskussion „Fremdgemacht und Reorientiert in der Migrationsgesellschaft“ statt.

Marionettentheater Ein „Kleines Welttheater“ nannte Carl Orff, der Komponist der „Carmina Burana“, sein Stück „Der Mond“. Die Geschichte um vier Wanderburschen, die den Mond stehlen, fußt auf einem Märchen der Brüder Grimm. Es ist ein nachdenkliches Gleichnis von der Vergeblichkeit menschlichen Bemühens, die Weltordnung zu stören, und eine Parabel vom Geborgensein in eben dieser Weltordnung. Aufführungen im Düsseldorfer Marionettentheater sind am Samstag,15 und 20 Uhr.

Deutsche Oper am Rhein Diese Oper ist nichts für schwache Nerven. „Der feurige Engel“ erzählt die Schauergeschichte einer Frau namens Benita, die verliebt ist. Aber nicht in einen Normalsterblichen, sondern in einen feurigen Engel. Der bodenständige Ruprecht gerät wiederum in den Bann von Renata. Deshalb begibt er sich auf die Suche nach dem Engel. Der Regisseur Immo Karaman inszeniert die Schauergeschichte des russischen Komponisten Sergej Prokofjew eindrucksvoll und verortet sie in einer mysteriösen Heilanstalt. Die Inszenierung ist am Samstag, 19.30 Uhr, in der Oper zu erleben. Gespielt und gesungen wird in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Dauer: etwa zwei Stunden und 30 Minuten. Es gibt eine Pause. Empfohlen wird diese Oper mit fünf Akten für Besucher ab 16 Jahren.

Central Schauspielhaus Dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, kann spätestens seit der Flüchtlingswelle 2015 kaum jemand mehr bestreiten. Die USA sind schon immer ein Einwanderungsland, und so kommt es, dass Arthur Miller in „Ein Blick von der Brücke“ bereits im Jahr 1955 viele Probleme beschreiben kann, die hierzulande gerade erst an massiver Dringlichkeit gewonnen haben. Der Blick, den Arthur Miller von der Brooklyn Bridge auf den sozialen Brennpunkt Red Hook wirft, zeigt Menschen unter Druck und im ständigen Ringen um ihren sozialen Status. Die Premiere von „Ein Blick von der Brücke“ ist am Samstag, 19.30 Uhr, im Central Große Bühne.

Palais Wittgenstein Großer Auftritt für ein Quartett: In der Reihe „Das symphonische Palais“ spielen am Sonntag um 11 Uhr Franziska Früh und Christian-Paul Suvaiala (beide Violine), Ralf Buchkremer (Viola) und Nikolaus Trieb (Violoncello) bekannte Werke von Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms im Palais Wittgenstein.

Robert-Schumann-Saal Vor zwei Jahren startete das Projekt – und auf Anhieb war es erfolgreich. Jetzt gibt es eine Neuauflage: Die Robert-Schumann-Hochschule setzt den Internationalen Klavierwettbewerb für junge Pianisten fort. Die „Schumann Competition“ hatte die Klavier-Professorin Barbara Szczepanska ins Leben gerufen; es war eine Art „Jugend musiziert“ mit internationaler Beteiligung – und mit dem Austragungsort Düsseldorf. Das Finalkonzert findet am Sonntag, 11 Uhr, im Robert-Schumann-Saal am Ehrenhof statt.

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