Kinos in Düsseldorf zeigen Opern aus Metropolitan Opera in New York

Kulturtipp für Düsseldorf : Kinos zeigen Opern live aus New York

Im Ufa und Atelier beginnt morgen der Kartenvorverkauf für die neue Saison mit Übertragungen live aus der Metropolitan Opera.

Die Düsseldorfer Bürger sind kulturbegeistert und besuchen gern Vorführungen auf den Bühnen der Stadt. Längst hat sich etabliert, regelmäßig auch die Opern der New Yorker Metropolitan Opera zu sehen – und zwar ohne langen Flug über den Ozean. Die digitale Technik macht es möglich, dass die Opern live in New York gespielt und via Satellit in Kinos übertragen werden. Der Erfolg dieser Übertragungen ist enorm. Als Rekord gilt eine Aufführung von Verdis „Nabucco“. Europaweit sahen an einem Termin etwa 50.000 Besucher diese Übertragung. Nun präsentiert Veranstalter Clasart Classic die inzwischen 14. Saison für 240 deutsche und österreichische Kinos. In Düsseldorf sind die Opern im Ufa-Filmpalast und im Atelier Filmkunstkino zu sehen. Zehn Opern stehen auf dem Programm, das am 12. Oktober startet. Der Kartenvorverkauf beginnt am 11. Mai.

In der neuen Saison liegt ein Schwerpunkt auf Publikumsliebling Giacomo Puccini. Zeffirellis Inszenierung der Rätseloper „Turandot“ gibt am 12. Oktober 2019 den Startschuss. Am Pult steht Jannick Nézét-Séguin, der musikalische Direktor der Met.

Im November gibt es in „Madama Butterfly“ ein Wiedersehen mit Plácido Domingo und im April 2020 rundet Anna Netrebko in der Titelpartie der „Tosca“ das kleine Puccini-Festival ab.

Ganz ohne französische Oper geht es aber nicht: Mit Massenets „Manon“ kehrt die elegante Inszenierung von Laurent Pelly rund um die berechnende und tragisch endende Protagonistin als zweite Oper im Oktober auf die Leinwand zurück. Die letzte Übertragung in 2019 dürfte für viele Opernfans der spannendste Termin sein: „Akhnaten“. Das 1984 uraufgeführtes Werk über den ägyptischen Pharao Echnaton wird in englischer, ägyptischer und akkadischer Sprache aufgeführt.

Das Jahr 2020 wird mit einer weiteren Rarität eingeläutet: Alban Bergs expressionistisches Werk „Wozzeck“ in einer Neuinszenierung des südafrikanischen Künstlers William Kentridge. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Yannick Nézét-Séguin. Für den schwedischen Starbariton Peter Mattei ist die Titelpartie ein Rollendebut.

Es folgt „Porgy and Bess“ von George Gershwin. „Summertime“ zählt zu den populärsten und am häufigsten gespielten Arien überhaupt und ist von vielen Musikern aufgenommen worden.

Vom 20. Jahrhundert geht es im Februar zurück in die Barockzeit: „Agrippina“ bringt ein Wiedersehen mit Joyce DiDonato. Dieser Politthriller um Macht und Erotik gilt als Händels erstes Meisterwerk. Und auch Wagner-Fans kommen im März wieder auf ihre Kosten: „Der fliegende Holländer“ mit Bryn Terfel in der Titelrolle und Anja Kampe als die ihm verfallene unglückliche Senta. Aus München reist Valery Gergiev ans Dirigentenpult nach New York.

In der letzten Übertragung am 9. Mai 2020 können sich Opernfans auf Belcanto freuen. Diana Damrau übernimmt die Titelpartie der dem Untergang geweihten „Maria Stuarda“ von Gaetano Donizetti in David McVicars Inszenierung.

Hier eine Übersicht aller Opern mit ihren Terminen: 12. Oktober 2019: Puccinis „Turandot“; 26. Oktober 2019: Massenets „Manon“;  9. November 2019: Puccinis „Madama Butterfly“; 23. November 2019: Glass’ „Akhnaten“; 11. Januar 2020: Bergs „Wozzeck“; 1. Februar 2020: The Gershwins‘ „Porgy and Bess“; 29. Februar 2020: Händel „Agrippina“; 14. März 2020: Wagner „Der fliegende Holländer“; 11. April 2020: Puccinis „Tosca“; 9. Mai 2020; Donizettis „Maria Stuarda“.

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