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Galopprennbahn Düsseldorf wird zur Open-Air-Kunstgalerie

Kunst in Düsseldorf : Galopprennbahn wird zur Open-Air-Kunstgalerie

Vier Kunstschaffende aus Düsseldorf und Umgebung stellen am Samstag und am Sonntag unter freiem Himmel aus. Alle Werke sind Unikate und stehen zum Verkauf.

Wo an anderen Tagen Pferde um den Sieg laufen und Besucher ihre Wetten auf ihre Lieblingsstute abgeben, ist am Wochenende viel Kunst zu sehen. Klaus Meßner und Eric Derveaux vom Kunsthandel Düsseldorf Art präsentieren eine neue „art hoc“-Ausstellung. „Düsseldorf bleibt die Stadt der Künstler. Sie bietet Inspiration und ist Keimzelle für weltweit anerkannte Kunst“, sagen beide Kunstfachleute. „Daher zeigen wir die Arbeiten von vier Künstlern aus Düsseldorf und Umgebung.“

Luis Zimmermann ist ein 22-jähriger Künstler aus Aachen. Er studiert Freie Kunst an der Kunstakademie in der Klasse von Thomas Grünfeld. Anfangs hat Zimmermann sich mit Siebdruck und Malerei beschäftigt. Inzwischen arbeitet er mit alten Werbeplakaten, die er teils im Original, teils mit eigenen Fotoarbeiten kombiniert. „Wenn ältere Werbung mit neuen Plakaten überklebt wird, erinnert es mich an das Überlagern alter Erfahrungen“, sagt er. Die aufgerissene, verwitterte Oberfläche bildet einen Kontrast zur Sterilität der Gesellschaft, sagt er. „Mit meiner Arbeit hole ich die unteren Schichten wieder hervor, mache Vergessenes sichtbar.“

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An der Krahestraße in Flingern hat Andreas Bischoff sein Atelier. Dort hat er bei der Kunstpunkte-Aktion im vergangenen Jahr Besuch von Klaus Meßner und Eric Derveaux bekommen, sie fanden Bischoffs Arbeiten so gut, dass sie ihn erstmals zu ihrer „art hoc“-Ausstellung einluden. „Ich male mit Arcryl auf Leinwand oder auf Holzplatten“, erklärt Bischoff. Seine abstrakten Motive entstehen durch einen Rakel, mit dem er die Farbe auf der Oberfläche verteilt. Im Repertoire hat Bischoff Bilder von 30 mal 40 Zentimeter bis zu einer Größe von 150 mal 200 Zentimeter. Bischoff ist gelernter Fotograf, arbeitet seit 1986 in Düsseldorf als freischaffender Künstler.

Rhea Standke studierte Malerei unter anderem an der Kunstakademie, in der sie Meisterschülerin von Professor Herbert Brandl war. Die Künstlerin schafft malerische Landschaften mit utopischen Wolkengebilden, die an die Traumwelten des Surrealismus erinnern.

Aus Münster kommt Josiah Thomas. Der Maler arbeitet mit Acrylfarbe auf Leinwand und Kunststofffolie. Die farbintensiven Motive erscheinen wie eine Mischung aus Graffiti und Surrealismus.

Auf 400 Quadratmetern wird bei der „art hoc“-Ausstellung die Kunst auf dem Rennbahngelände an der Rennbahnstraße 20 gezeigt. „Alle Werke sind Unikate“, sagen die Veranstalter. Kunst sei eine ideale Plattform, um Menschen zusammen zu bringen.

Die Öffnungszeiten sind Samstag, 13 bis 18 Uhr, sowie Sonntag, 10 bis 18 Uhr.