Veranstaltungstipps : Kultur für Kurzentschlossene

Mozart und die Frauen im Schumann-Saal, Hänsel und Gretel in der Oper, Mischpoke im Tanzhaus: Tipps für Veranstaltungen in dieser Woche.

Mitsubishi Electric Halle Die Multi-Platin-Künstlerin Emeli Sandé kommt mit ihrem neuen Album „Real Life“ im Gepäck nach Düsseldorf. Aufgenommen nach einer Phase der Selbstzweifel besticht es mit seinem kühnen und furchtlosen neuen Sound. Das Konzert ist am Donnerstag, 20 Uhr, in der Mitsubishi Electric Halle.

Tonhalle Es kommt nicht alle Tage vor, dass eines der besten amerikanischen Orchester, nämlich das Pittsburgh Symphony Orchestra,  in der Tonhalle Station macht. Umso schöner, dass es Freitag, 20 Uhr, einen Partner mit Ortskenntnis hat. Igor Levit ist in Düsseldorf spätestens seit seinem beeindruckenden Beethoven-Zyklus kein Unbekannter mehr. Seine Karriere vom vielversprechenden Jungstudenten bis an die Spitze der internationalen Klavierszene wurde auch hier intensiv verfolgt. Auf dem Programm steht das 22. Klavierkonzert von Mozart sowie die Sinfonie Nr. 5 von Schostakowitsch.

Robert-Schumann-Saal Die Reihe „ZweiKlang! Wort und Musik“ beschäftigt sich am Sonntag, 17 Uhr, mit Mozart und den Frauen. Die 67-jährige Constanze Mozart, verkörpert von der Schauspielerin und Grimme-Preisträgerin Hannelore Hoger, denkt zurück an mehrere Frauen, die in Mozarts Leben eine wichtige Rolle spielten und beginnt einen Dialog mit ihrem ersten Mann. Im Wechsel mit den Textbeiträgen spielt der international renommierte Pianist Sebastian Knauer eine Auswahl von Klavierwerken Mozarts.

Das Klavier steht bei Musikschulen seit Jahren an der Spitze der beliebtesten Instrumente, dicht gefolgt von der Gitarre. Deshalb riefen die Gitarrenprofessoren der Robert Schumann Hochschule 1997 ein Gitarrenfestival ins Leben, das ab Freitag läuft. Es zeigt die gesamte Bandbreite des sechsseitigen Zupfinstrumentes – von Flamenco bis Latin Jazz, von Johann Sebastian Bach bis Leo Brouwer. Mit dem Duo Assad tritt am Sonntag, 19.30 Uhr, eine Legende auf. Die brasilianischen Brüder, die mit ihrem Spiel neue Maßstäbe setzten, stehen seit mehr als 50 Jahren auf der Bühne.

Oper Es gibt Grund zu feiern: „Hänsel und Gretel“ an der Oper am Rhein wird 50. Frisch wie am ersten Tag präsentiert sich Engelbert Humperdincks Werk nach dem bekannten Märchen der Brüder Grimm selbst ein halbes Jahrhundert nach ihrer Premiere am 26. Oktober 1969 im Theater Duisburg. Kein Wunder, wurde die  Inszenierung von Andreas Meyer-Hanno doch vor einigen Jahren durch die szenische Neueinstudierung von Esther Mertel einer Frischzellenkur unterzogen, um noch viele Jahre lang pünktlich zur Wintersaison große und kleine Kinder in ihren Bann zu ziehen. Vorstellungen sind am Freitag, 18 Uhr, sowie am Sonntag, 15 und 18.30 Uhr.

Tanzhaus NRW Verknäult, verwoben, vielfältig, eine Kohorte, eine Meute, ein ganzes Rudel: die Mischpoke. Dieser Jiddismus steht für Familie, Gesellschaft, Sippschaft. Wir sind alle jemandes Kind, doch Familienkonstellationen sind so vielfältig wie Beziehungen zwischen Menschen nur sein können. Das Stück „Mischpoke“ der Choreografin Barbara Fuchs spielt mit dem Beziehungsgeflecht verschiedener Generationen. Professionelle Tänzer und ihre Kinder bilden eine Gemeinschaft auf Zeit. Das 14-köpfige Ensemble mit einer Altersspanne von drei bis 71 Jahren durchleuchtet und hinterfragt Beziehungen. Aufführungen im Tanzhaus sind am Samstag, 15 Uhr, sowie am Sonntag, 18 Uhr, geplant.

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