Freizeittipps : Kultur für Kurzentschlossene

Roboter im Robert-Schumann-Saal, wilde Kerle in der Oper und Akrobatik im Capitol-Theater – Tipps für einige Veranstaltungen in dieser Woche.

Robert-Schumann-Saal Das Mensch-Maschine-Festival „Hi, Robot!“ widmet sich ab Mittwoch den veränderten Körperbildern in den Künsten des 21. Jahrhunderts. Die 20 Veranstaltungen (bis 31. März) reichen von Performance und Tanz über Konzert und Konferenz bis hin zu Ausstellung und Film. Das Festival eröffnet am Mittwoch, 20 Uhr, im Robert-Schumann-Saal mit „Scary Beauty“. In der deutschen Erstaufführung tritt der humanoide Roboter Alter 3 in Begleitung der Japanischen Philharmoniker Düsseldorf als Dirigent und Sänger auf.

Capitol-Theater Die Neuinszenierung des Welterfolges „Afrika! Afrika!“ kommt am Donnerstag und Freitag, 19.30 Uhr, sowie am Samstag um 14.30  und 19.30 Uhr ins Capitol Theater an der Erkrather Straße. Geboten wird eine Show mit Livemusik, Tanz, ungewöhnlicher Akrobatik und viel Lebensfreude. Daran beteiligt sind rund 70 Künstler aus Afrika und der „Diaspora“ sowie ein 200-köpfiges Tournee-Team.

Oper Oliver Knussens Werk „Wo die wilden Kerle wohnen“ ist wieder im Opernhaus zu erleben: Das Stück nach dem Bilderbuch von Maurice Sendak führt den kleinen Max auf eine Traumreise ins schaurig-schöne Reich der Fanta­sie. Max begegnet den „wilden Kerlen“, das sind seltsame Kreaturen, mit denen Max viele Abenteuer erlebt. Die Geschichte ist schnell erzählt: Als Max wieder einmal mit Wolfsgeheul durch die Wohnung tobt, schickt ihn seine Mutter ohne Abendessen ins Bett. Plötzlich verwandelt sich sein Zimmer, und er begegnet Kreaturen, die den ganzen Tag über herumtollen. Bald wird Max zu ihrem Häuptling ernannt und genießt die Ausgelassenheit, bis es ihm schließlich zu bunt wird und er seine neuen Spiel­kameraden ohne Essen schlafen schickt. Er bekommt Heimweh und beschließt, die Insel zu verlassen. Die Aufführung am Freitag, 18 Uhr, ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet.

Ebenfalls im Opernhaus, allerdings im Foyer, sind am Sonntag Lied­interpretationen zu hören. Anke Krabbe, die zuletzt als Rosalinde in der Strauß-Operette „Die Fledermaus“ und als Atalanta in Händels Barockspektakel „Xerxes“ das Publikum auf ihrer Seite hatte, stellt um 11 Uhr den Liederzyklus „Das Marienleben“ op. 27 von Paul Hindemith nach Gedichten von Rainer Maria Rilke vor.

Central Wo verläuft die Grenze zwischen Ressentiment und offenem Vorurteil? Und wie kurz ist der Weg von dort zum offenen Hass? In Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ pocht der jüdische Wucherer Shylock zum Entsetzen aller auf die Erfüllung eines grausamen Vertrags: Antonio, der sich bei ihm Geld lieh, um einen Freund zu unterstützen, kann seine Schulden aufgrund eines Schiffsunglücks nicht begleichen. Nun soll er – wie zuvor vereinbart – mit einem Pfund Fleisch aus seinem Körper dafür bezahlen. Das Stück, das als das politisch umstrittenste Werk von Shakespeare gilt, ist am Samstag, 19.30 Uhr, in einer Inszenierung von Roger Vontobel im Central zu sehen.

St. Bruno Frank Küster schwingt wieder die Satirekeule und holt aus zum kabarettistischen Rundumschlag auf das aktuelle Zeitgeschehen. Gaststar dieser „Bruno Show“ mit Live-Musik, Comedy und Kabarett ist Hastenraths Will. Der Abend im Pfarrzentrum beginnt um 18 Uhr, Einlass ist ab 17 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro. Karten gibt es an der Abendkasse und im Vorverkauf über die Büros der Pfarre Heilige Familie. Tickets können auch per E-Mail an bernd.chladek@heiligefamilie.de bestellt werden.

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