Freizeit- und Kulturtipps für Düsseldorf

Freizeit in Düsseldorf : Kultur für Kurzentschlossene

Ballett-Talente in der Oper, Drama im Central-Schauspielhaus, Gespenster im FFT Juta: Tipps für einige Veranstaltungen in dieser Woche.

Heine Haus In ihrem neuen Roman erzählt Karen Duve realistisch und mit trockenem Humor von der Liebes- und Lebenskatastrophe der Annette von Droste-Hülshof. Erst 23 Jahre alt, störrisch und vorlaut war sie und so das schwarze Schaf, das nicht in ihre adlige Verwandtschaft passt. Karen Duve lebt in der Märkischen Schweiz. Ihre Bücher wurden vielfach übersetzt und mit Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erhielt Duve für „Fräulein Nettes kurzer Sommer“ den Düsseldorfer Literaturpreis. Morgen ist die Autorin im Heine-Haus zu Gast und liest aus ihrem Buch vor.

Theater Takelgarn Heinz Allein, die Kultfigur aus den Neuss-Düsseldorfer Stunkshows, nimmt in seinem Solo „Heinz klärt auf“ den Zuschauer mit in seine Welt. Diesmal geht es um Heinzis Stammkneipe „Der Schluckspecht“, in der Wirt Klaus leblos hinterm Tresen liegt. Dumm gelaufen – doch mit rheinischen Lebensweisheiten, viel Musik und unnachahmlich kriminalistischem Gespür versucht der Mann, den Fall zu lösen. Die Vorstellung ist zu sehen am Donnerstag, 20 Uhr.

Oper Young Moves Zum Abschluss der Saison übernimmt der choreographische Nachwuchs des Balletts am Rhein die Programmgestaltung: Zum letzten Mal in der Direktionszeit von Martin Schläpfer und Remus Sucheana gibt „Young Moves“ Tänzern der Compagnie Raum, eigene Stücke zu erarbeiten und dem Publikum vorzustellen. Für vier Neukreationen (Dauer jeweils 20 Minuten) öffnet sich am Freitag um 19.30 Uhr der Vorhang im Opernhaus. Es stellen sich vor: Brice Asnar mit „As it leaves…“, Helen Clare Kinney mit „Unqualified“, Michael Foster mit „Opus 29“ und So-Yeon Kim mit „Rococo Variations“.

Central Schauspielhaus Im Hafenviertel New York erkämpft sich der Einwanderer Eddie jeden Tag ein bescheidenes Leben. Sein Lichtblick: seine verwaiste Nichte Catherine, für die er eine uneingestandene Liebe hegt. Die Situation entgleist, als sich ein anderer Mann in Catherine verliebt. Das sozialkritische Drama „Ein Blick von der Brücke“ von Arthur Miller ist am Freitag, 19.30 Uhr, im Central zu sehen.

 
Forum Freies Theater Juta Für die Performance „Gespenster“ wird eine Gruppe von Jugendlichen zum heimlichen Beobachter ihrer Stadt, sobald sie das Haus verlassen – auf dem Weg zur Schule oder in der Freizeit. Gibt es dort noch unsichtbare, geheimnisvolle Orte? Begleitet von der Choreografin Stefanie Elbers, dem Autor und Regisseur Oleg Zhukov und dem Musiker Kornelius Heidebrecht verdichten die Jugendlichen ihre Beobachtungen aus dem öffentlichen Raum für die Bühne und entwerfen ein utopisches und bewegendes Tanztheater. Zu erleben ist es am Samstag und Sonntag, jeweils um 19 Uhr, im Forum Freies Theater Juta.

Tonhalle Ray Chen spielt nicht nur auf der Geige, er spielt mit der Geige. Und mit der Musik. Der australisch-taiwanesische Musiker macht auf seiner Stradivari (die einst Joseph Joachim gehörte), was er will. Davon konnten sich alle überzeugen, die ihn bei seinem umjubelten Einspringer als David-Garrett-„Ersatz“ in der Tonhalle live erlebt haben. Zum Ausklang der Saison zelebrieren die Symphoniker und Opern-Generalmusikdirektor Axel Kober nun eine der schönsten Versionen der tausendmal erzählten Geschichte vom Sieg des Guten über das Böse. Die Konzerte sind am Freitag, 20 Uhr, und Sonntag, 11 Uhr, im Konzerthaus Tonhalle.

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