Veranstaltungstipps : Kultur für Kurzentschlossene

Indische Musik im Palais Wittgenstein, Jazz in der Kirche, Performance im Tanzhaus NRW – hier einige Tipps für Veranstaltungen in dieser Woche.

Palais Wittgenstein Eine vierteilige Konzertreihe widmet sich der Gedichtsammlung „West-östlicher Divan“ von Johann Wolfgang von Goethe und weitet von dort aus musikalisch und literarisch den Blick auf die Länder Indien, Persien, China und Japan. Der erste Abend am Donnerstag, 20 Uhr, im Palais Wittgenstein behandelt den Kulturkreis Indien. Die Musik kommt von Alexander Zemlinsky, Maurice Ravel, Olivier Messiaen und Giaccinto Scelsi. Mit dabei ist die Sopranistin Alexandra von Weth.

Tonhalle Natürliche Grandezza, dazu die charismatische Stimme, tänzerischer Ausdruck und ein Hauch von großer weiter Welt, der sie umweht: Ute Lemper war im Ausland schon längst ein Star, bevor sie im Triumphzug nach Deutschland zurückkehrte. Seitdem wird „La Lemper“ bei jedem Heimatbesuch gefeiert. Bei ihrem Auftritt am Freitag, 20 Uhr, in der Tonhalle singt sie Kurt Weills als Ballett komponierte Satire: „Die sieben Todsünden“, die er 1933 im Pariser Exil komponiert hat. Bereits 1990 nahm Ute Lemper das Stück auf, das von einer in zwei Persönlichkeiten gespaltenen Pro­tagonistin handelt.

Gustav-Adolf-Kirche Die „Rhapsody in Blue“, 1924 in New York mit George Gershwin am Klavier uraufgeführt, hat nichts von ihrer Faszination verloren. Mit ihr begründete Gershwin seinen eigenen Kompositionsstil, ihre Themen gelten als zeitlos und stilprägend. Das Jazztrio Kordes-Tetzlaff-Godejohann wird gemeinsam mit dem Organisten Jürgen Sonnentheil bei seinem Auftritt am Sonntag, 18 Uhr, im Rahmen des IDO-Festivals die „Rhapsody in Blue“ in Bearbeitung für Jazztrio und Orgel zum zweiten Mal überhaupt aufführen.

Tanzhaus NRW Claire Cunningham ist Factory Artist am Tanzhaus NRW. Ihre Arbeit ist von der Auseinandersetzung mit ihrer Körperlichkeit und dem Gebrauch ihrer Krücken geprägt. Indem sie deren ursprünglichen Zweck erweitert, schafft sie mit ihnen eine eigene Bewegungstechnik. In ihrer neuen Arbeit „Thank you very much“ erinnert Cunningham auf der Bühne am Freitag und Samstag, 20 Uhr, sowie am Sonntag, 15 Uhr, bewusst an bekannte Popstars und ihr Auftreten, um Fragen rund um Identität, Akzeptanz und die Herausforderung, man selbst zu sein, zu stellen.

Capitol Theater Die „Hot Shots“ sind das neue Format des Quatsch-Comedy-Clubs. Das Berliner Pendant läuft schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich; Comedians wie Cindy aus Marzahn, Ingmar Stadelmann, Murat Topal und viele mehr haben dort ihre Karrieren begonnen. Am Sonntag, 20 Uhr, darf nun auch das Düsseldorfer Publikum entscheiden: Wer ist wirklich „hot“? Denn Hot Shots ist eine interaktive Stand-up-Show und am Ende des Abends entscheidet das Publikum mit seinem Applaus, welcher Comedian eine Runde weiter kommt. Bis zu zehn Comedians treten pro Show gegeneinander an und haben jeweils sechs Minuten Zeit, um ihren Witz zu beweisen. Wer es schafft, drei Mal zum Publikumsliebling gewählt zu werden, erhält das Ticket in die Live-Show und darf im Quatsch-Comedy-Club auftreten.

Rheingoldsaal „Die Gäng“ macht Musik für alle: Die Kleinen freuen sich über fabelhafte Tiergeschichten, Kritik an nervenden Erwachsenen und über die Frage, was zum Beispiel der Weihnachtsmann den Rest des Jahres so treibt. Die Großen finden sich in der Musik wieder, die von Ska, Rocksteady und Reggae bestimmt wird. Der Auftritt ist am Sonntag, 14 Uhr, im Rheingoldsaal der Tonhalle.

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