Im Kino : Das sind die Filme für die Ferien

„Zwischen den Jahren“ gehen viele Menschen gern ins Kino. Komödie, Action, Romantik oder Horror? Hier einige lohnenswerte Filmtipps.

Der Junge muss an die frische Luft In dem Buch über seine Kindheit hat Entertainer Hape Kerkeling eine etwas ernstere Seite seines Lebens erzählt. Nun kommt die Geschichte als Film in die Kinos. Ruhrgebiet, Anfang der 1970er Jahre: Der neunjährige Hans-Peter bringt die Menschen gern zum Lachen. Dann wird seine Mutter depressiv und stirbt. Hans-Peter stellt sich diesem Schicksalsschlag und baut sein komödiantisches Talent aus. „Der Junge muss an die frische Luft“ hat mit Julius Weckauf als junger Hape einen großartigen Hauptdarsteller. Regisseurin Caroline Link (Oscar für „Nirgendwo in Afrika“) hat die tragisch-komische Geschichte wunderbar in Szene gesetzt.

Mary Poppins’ Rückkehr Gute 50 Jahre hat es gedauert, bis der Musical-Klassiker „Mary Poppins“ eine Fortsetzung bekam. Emily Blunt („Der Teufel trägt Prada“, „The Girl on the Train“) spielt nun das britische Kindermädchen, das sich mit viel Magie und Musik um eine in Not geratene Familie mit zwei Kindern im London der 1930er Jahre kümmert. Sehenswert ist „Mary Poppins’ Rückkehr“, weil der Musical-Film den liebenswerten Charme des ersten Teils gut trifft. Ein buntes Ende ist sicher. Kinder wie auch Erwachsene dürften sich gut unterhalten fühlen.

Aquaman Der Erfolg von Superhelden-Filmen hält an. Nun kommt „Aquaman“, um die Welt zu retten. Als Königssohn der Wasserwelt möchte er einen Krieg führen gegen die Menschen, die an der Erdoberfläche die Ozeane verschmutzen. Die nötige Macht hat aber nur der mit dem Dreizack von Atlantis – und auf diese Waffe ist auch Aquamans Halbbruder scharf. Das gibt Ärger. Die Geschichte von „Aquaman“ hört sich ein wenig abstrus an. Wer sich aber einlässt auf die Machenschaffen der Unterwasserhelden wird viel Spaß haben. Immerhin spielen Frauenschwarm Jason Momoa  und Oscar-Preisträgerin Nicole Kidman mit.

Der kleine Drache Kokosnuss – Auf in den Dschungel An den ersten Kinobesuch erinnern sich viele Menschen fast ihr Leben lang. Für den cineastischen Nachwuchs kommt das Zeichentrick-Abenteuer des kleinen Drachens infrage: Kokosnuss und der vegetarische Fressdrache Oskar wollen in ein Ferienlager auf den Dschungelinseln reisen. Doch ihr Schiff rammt einen Felsen und geht kaputt. Nun müssen alle Drachen zu Fuß zum Camp gehen. Unterwegs erleben sie allerhand Abenteuer. Sie treffen unter anderem auf die geheimnisvollen Wasserdrachen und eine fleischfressende Pflanze. Au weia! Hilft da Feuerspucken? Für Kinder ist „Der kleine Drache Kokosnuss – Auf in den Dschungel“ ein idealer Einsteiger-Abenteuerfilm, der durch seinen minimalistischen Animationsstil die jungen Gemüter nicht überfordert.

Killing God Filme aus Spanien sind häufig etwas schräg. So auch „Killing God“: In einem abgelegenen Landhaus möchte eine Familie gemütlich Silvester feiern. Doch ein geheimnisvoller Zwerg stört die Feierlichkeiten und behauptet, Gott zu sein. Seine schlechte Nachricht: Sobald die Sonne aufgeht, wird die ganze Menschheit ausgelöscht sein. Doch zwei Personen aus der Familie dürfen die Apokalypse überleben. Nun liegt das Schicksal der gesamten Menschheit in den Händen von einem depressiven Mann, einem kinderlosen Ehepaar und eines alten Herren mit Herzproblemen – und jeder möchte zu den Überlebenden gehören. „Killing God“ ist eine stark gespielte, atmosphärisch inszenierte und manchmal richtig schön böse Horror-Groteske – ein Film für Fans, die Geschichte jenseits vom Hollywood-Glamour sehen möchten.

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