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Erste Start Art Week Düsseldorf für Künstler war erfolgreich

Kunstleben in Düsseldorf : Start-Art-Week wegen großer Nachfrage auch im Jahr 2022

Mehr als 1700 Kunstschaffende nahmen an den Fortbildungskursen teil, um ihr freiberufliches Arbeiten zu verbessern. Auch im nächsten Jahr soll es eine Start Art Week geben.

(lod) Mit mehr als 30 Veranstaltungen fand bis Sonntag in Düsseldorf die Start-Art-Week statt, das erste Start-up-Event für Kunstschaffende. Diese hatten zehn Tage lang erstmals die Möglichkeit, von Fachleuten aus Kultur und Wirtschaft wichtige Fähigkeiten für wirtschaftliches Arbeiten in der Kunstbranche zu erwerben. Die Teilnahme war durch die Unterstützung von Sponsoren kostenlos.

Die Nachfrage war groß. Viele Workshops über Pressearbeit, Ausstellungsmanagement, Marketing und Rechtliches waren ausgebucht. Besonders gefragt war das Thema „Social Media“. Insgesamt nahmen über 1700 Kunstschaffende an den verschiedenen Workshops der Start-Art-Week teil, was bei einer maximalen Teilnehmerzahl von 2000 eine Auslastung von 85 Prozent bedeutet.

„Der Erfolg der ersten Start-Art-Week beweist, dass die zahlreichen jungen Künstler in Düsseldorf erkannt haben, wie wichtig wirtschaftliches Arbeiten ist“, sagt Nick Esser, der die Start-Art-Week organisiert. Der Künstler und Kommunikationsdesigner kritisiert, dass Kunsthochschulen ihre Studierenden zu wenig auf ein erfolgreiches freiberufliches Arbeiten vorbereiten. Viele Akademien konzentrierten sich weitestgehend auf die Förderung der künstlerischen Talente ihrer Studierenden. „Für ein kommerziell erfolgreiches Leben als freischaffender Künstler reicht das aber nicht“, sagt Esser. Der Durchschnittsverdienst vieler Künstler liegt unterhalb der Armutsgrenze, was nicht zuletzt eben eine Folge von fehlenden unternehmerischen Kenntnissen sei. „Mit den mehr als 30 Workshops der Start-Art-Week haben die Teilnehmenden jetzt notwendiges Wissen erhalten, um ihre Kunst besser zu vermarkten. Ein weiteres Ziel ist aber auch, Düsseldorf als Standort für junge Kreativität national wie international zu festigen“, sagt Nick Esser. Nach dem erfolgreichen Start soll es deshalb im nächsten Jahr wieder eine Start-Art-Week geben.