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Düsseldorfer Künstler hängen ihre Werke in Schaufenster

Ausstellung in der Pandemie : Künstler hängen ihre Werke in Schaufenster

Museen und Galerien sind geschlossen, aber an manchen ungewöhnlichen Stellen in den Stadtteilen zeigen junge Künstler dennoch einige ihrer Exponate.

Mitten im Lockdown werden mehrere Cafés, ein Restaurant und ein Frisör zu Schaufenstern für die Kunst. In den Fenstern stellt zurzeit eine Gruppe von Künstlern aus. Dabei sind vor allem Studenten der Akademie. Zu sehen sind ihre Werke als Plakatabzüge zum Beispiel im Café Knülle an der Oberbilker Allee und im Seifen Horst an der Neusser Straße, wo ein großes Gemälde hinter Glas hängt.

Mit auf die Beine gestellt hat die Aktion „Stop and smell the roses“ Krystyna Fitz-Harris. „Ich hatte immer schon mal vor, Kunst im öffentlichen Raum zu präsentieren, um sie auch Menschen näher zu bringen, die normalerweise nicht in Museen oder Galerien gehen.“ Im erneuten Lockdown kam der Düsseldorferin dann der Gedanke, dass jetzt genau die richtige Zeit dafür wäre. Denn nun waren auch noch die klassischen Plätze für Kunst geschlossen. So boten sich die ebenfalls nicht genutzten Räume von Gastronomen oder auch dem Frisör Stresemann an gleichnamiger Straße an, wie Fitz-Harris erzählt.

In einer ersten Aktion im Dezember wählte die Gruppe noch die Wände der Unterführung am S-Bahnhof Bilk als Präsentationsfläche für die Plakate. „Da haben sie allerdings nicht so lange gehalten, da sie dort ja ungeschützt waren“, sagt die Organisatorin. Das ist jetzt dank der Schaufenster und der Bereitschaft der dazugehörenden Betreiber natürlich anders.

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Das Prinzip ist jedoch geblieben, für das auch das Motto der Aktion steht. „Es geht ums Innehalten und darum, seine Umwelt genauer anzuschauen.“ Denn erstmal sei es ungewohnt, ein Plakat wahrzunehmen, das nicht für irgendetwas Werbung mache.

Fitz-Harris empfiehlt eine Tour zu den sieben Kunstorten, von Unterbilk bis Stadtmitte. „Man kann sich die Werke coronakonform anschauen.“ Auch, weil die Besucher draußen bleiben. Sie sollten zudem Maske tragen und gegebenenfalls auf Abstände zu anderen achten.

Nach der Aktion können die Poster auch gekauft werden; Kontakt für Preisanfragen über Instagram, (www.instagram.com/smelltheroses.art).

Die Orte Weird Space, Volmerswerther Straße 53. Noa Foodbar, Martinstraße 11. Seifen Horst, Neusser Straße 125. Velvet, Stresemannstraße 8. Friseur Stresemann, Stresemannstraße 42. Manko Café, Hüttenstraße 76. Café Knülle, Oberbilker Allee 24.

Die Künstler Felix Sandvoss, Hanna Maxi, Anys Reimann, Krystyna Fitz-Harris, Björn Knapp, Thea Mantwill, Bastian Buddenbrock, Laura Aberham, Rebecca Acar, Sofia Magdits, Hyesu Jeong, Theresa Weber, Aladin Cabart, Valeska Noemi.