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Gastro-Tipp: Die kulinarische Vielfalt Japans

Gastro-Tipp : Die kulinarische Vielfalt Japans

Das Land der aufgehenden Sonne steht am Samstag beim Japan-Fest im Mittelpunkt der Landeshauptstadt. Kulinarisch ist das Land in Düsseldorf allgegenwärtig.

Das erste Restaurant mit Köstlichkeiten aus Japan öffnete schon vor mehr als 40 Jahren in Düsseldorf, als nur wenige in der Stadt wussten, was Sushi sind. Wo? An der Immermannstraße, dem Zentrum, um das sich seitdem zahlreiche Restaurants angesiedelt haben.

Der Kaiser unter den japanischen Köchen in Düsseldorf ist Yoshizumi Nagaya. In seinem Restaurant gelingt dem mit einem Michelin-Stern gekürten Chef die Kunst, Europa und Japan kulinarisch zu vereinen. Seine Präsentationen auf den Tellern sind wahre Kunstwerke. Fast alle Gänge bestehen aus Untergängen und sind Geschmackserlebnisse - so aromareich und optisch faszinierend sind sie. In dem puristisch eingerichteten Restaurant mit offener Küche scheint alles wie von Zauberhand zu laufen. In der Küche weiß jeder Mitarbeiter ohne laute Hektik, was er zu tun hat. Der Service agiert unauffällig, freundlich - eben perfekt, wie alles im Nagaya. Das hat natürlich auch seinen Preis.

Nur wenige Meter weiter befindet sich das Naniwa, eine Art Suppen-Fastfood-Lokal. Besonderes Merkmal: Die Leute warten draußen auf einen Platz - fast bei jedem Wetter. In dem kleinen Restaurant dampft es immer. Offenbar wird nirgendwo in der Stadt die Suppe so heiß serviert wie im Naniwa - und das seit rund 25 Jahren. Mehr als 20 Suppen-Variationen sind im Angebot. Alle eine Klasse für sich. Wer lieber Sushi mag - kein Problem. Gegenüber an der Oststraße befindet sich eine Dependance vom Naniwa.

Die Spieße vom Holzkohlegrill heißen Yakitori, die es in dem typisch japanischen Restaurant Kushi Tei of Tokyo als Spezialität gibt. 14 verschiedene Varianten sind im Angebot - von der Ente mit Lauchzwiebel, über Hühnerfleischbällchen, Wachteleier bis hin zu Seetang mit Schweinefleisch. Im Kushi Tei of Tokyo treffen sich vor allem junge Leute. Auch das Service-Team ist jung, hipp und überaus schnell. Vor allem das Mittagsangebot ist abwechslungsreich. Die japanische Küche hat mehr zu bieten als nur Sushi, obwohl die ebenfalls ausgezeichnet sind.

Ob mittags oder abends - im Yabase ist es immer voll, oft warten Gäste an der Tür auf einen freien Platz. In dem kleinen Restaurant mit Sushi-Bar fühlt man sich wie in Nippon, zumal hauptsächlich Japaner das Restaurant besuchen. An der Sushi-Bar hat der Sushi-Meister den großen Überblick auf das Restaurant. Die Sushi zählen zu den besten der Stadt. Beim Thunfisch gibt es nur 1a-Qualität. Besonders empfehlenswert: die Luxus-Kombo. Aber auch die Tempura gehören zu den Favoriten. Auf jeden Fall aber sollte man noch etwas von der Tageskarte probieren.

Das Takumi bietet vor allem Nudelsuppen mit diversen Einlagen. Manche Speise ist für den deutschen Geschmackssinn etwas gewöhnungsbedürftig, die salzige Shio-Version zum Beispiel. Wer neugierig auf kulinarische Abenteuer ist, sollte diese Spezialität aber dennoch kosten. Zu den Vorspeisen gehören die selten angebotenen Korokke (knusprige japanische Kroketten) und Takoyaki, kleine Teigkugeln, gefüllt mit Tintenfischstückchen. Wer mittags spontan vorbeischaut, braucht etwas Zeit. Es kommt häufiger vor, dass alle Tische besetzt sind und die Gäste warten.

Bei Zeitdruck können die Gäste nebenan ins Relax gehen. Das Lokal hat den Charme eines Schnell-Restaurants, aber durchaus Köstliches im Angebot. Das Lokal ist Spezialist für Teriyaki. Fisch, Fleisch, Geflügel und Gemüse werden mit der speziellen Soße mariniert und dann gebraten, gegrillt oder geschmort. Auch können Gäste Fischrogen und verschiedene Reis-Gerichte testen. Wie in vielen japanischen Restaurants rund um die Immermannstraße sind die Kellner schnell, sprechen aber nur wenig Deutsch. Egal - wer als Servicekraft so freundlich lächelt, bekommt dennoch alle Sympathien der Besucher. lod/wa.

(RP)