Das gibt’s am Sonntag in Düsseldorf im Museum

Gratis-Kultur in Düsseldorf : Das gibt’s am Sonntag im Museum

In sieben städtischen Museen ist der Eintritt künftig sonntags frei. Wir haben einen Blick in die Sammlungen der Düsseldorfer Häuser geworfen.

Mehr Düsseldorfer sollen Zugang zu den Kulturinstituten in der Stadt haben. Deshalb hat der Stadtrat im Dezember beschlossen, dass zunächst für ein Jahr der Eintritt an Sonntagen in die städtischen Museen frei ist. Diesen Sonntag ist nun  der Eintritt erstmals gratis für Film-, Goethe-, Hetjens-, Schifffahrt-, Stadt- und Theatermuseum sowie für das Heinrich-Heine-Institut. Wir haben die Häuser nach besonderen Ausstellungsstücken, die die Besucher dort entdecken können, gefragt. Der Überblick:

  • Filmmuseum

Gegründet im Jahr 1993 gibt das Museum in seiner Dauerausstellung auf 2200 Quadratmetern Einblicke in die Filmgeschichte. Zur Sammlung gehören technische Geräte genauso wie rund 500.000 Fotos und mehr als 30.000 Plakate. Ein besonderes Stück der Ausstellung ist die analoge Studio-Filmkamera „Arriflex 300“ aus dem Jahr 1959. Die Besonderheit dieses Schätzchens ist der fahrbare Untersatz der Kamera. Mit Hilfe mehrerer kräftiger Helfer konnte die schwere Kamera bereits damals für Kamerafahrten bewegt werden.

  • Heinrich-Heine-Institut

Das Museum widmet sich dem Schaffen und Leben von Düsseldorfs wohl berühmtesten Sohn: Heinrich Heine. Unter dem Titel „Romantik und Revolution“ bietet es die weltweit einzige Dauerausstellung über den 1797 in Düsseldorf geborenen Dichter – mit teils außergewöhnlichen Exponaten: Eines davon ist eine Haarlocke Heinrich Heines. Die Haare sind, wie es in der Beschreibung des Instituts heißt, „mittelbraun und natürlich pigmentiert; sie stammen also nicht vom älteren, weißhaarigen Heine“. Dass die Locke echt ist, belege eine Beschriftung der Ehefrau des Dichters, Mathilde Heine. 

  • Stadtmuseum

Das Museum widmet sich allen Facetten der Düsseldorfer Stadtgeschichte und verfügt über mehrere Sammlungen, die diese dokumentieren. Immer wieder gibt es außerdem Sonderausstellungen in dem Museum, die sich auch aktuellen Geschehnissen widmen. Zeugnis der Geschichte der Mode und der Zeit Napoleons ist ein besonderes Kleid, das in dem Museum ausgestellt wird, und zwar das Chemisenkleid der Marschallin Soult, Herzogin von Dalmatien. Geboren als Louise Berg, heiratete diese einen jungen General der französischen Revolutionsarmee. Dessen Karriere wurde von Napoleon Bonaparte gefördert, zeitweilig gehörte Louise Berg zu dessen engstem Zirkel.

  • Schifffahrt-Museum

Mal abgesehen davon, dass allein schon der Schloss­turm, der das Museum seit 1984 beherbergt einen Besuch wert ist, gibt es dort viel Wissenswertes über die Schifffahrt und Düsseldorf zu entdecken – zum Beispiel eine sprechende Koffervitrine, in der die typischen Reiseutensilien eines englischen Rheintouristen des frühen 19. Jahrhunderts enthalten sind.

  • Hetjens-Museum

Dass Keramik keineswegs langweilig ist, hat Museumsleiterin Daniela Antonin schon mehrfach unter Beweis gestellt, etwa mit ihrer Ausstellung zu Möpsen aus Meissener Porzellan im Deutschen Keramikmusem. Ein spannendes Ausstellungsstück, das Besucher des Museums dort entdecken können, ist beispielsweise eine Vase mit dem Porträt von Königin Marie-Antoinette, die im Jahr 1774 von der Königlichen Porzellanmanufaktur Sèvres gefertigt wurde. Porträt-Vasen sind nach Angaben des Museums extrem selten.

  • Goethe-Museum

Das Museum im Schloss Jägerhof widmet sich einem anderen bedeutenden Dichter: Johann Wolfgang von Goethe. Es beherbergt mit etwa 50.000 Objekten die größte Goethe-Privatsammlung der Welt. Zu sehen ist dort zum Beispiel ein Modell von Goethes Wohnhaus in Weimar.

  • Theatermuseum

Das 1938 gegründete Museum widmet sich der Theatergeschichte Düsseldorfs und der Region, immer wieder gibt es neue Ausstellungen. Am Sonntag haben die Besucher das letzte Mal die Möglichkeit, die Ausstellung über die Düsseldorfer Theatertruppe „half past selber schuld“ zu sehen. Das Duo steht seit 20 Jahren auf der Bühne und zeigt unter anderem Puppen- und Objekttheater.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das gibt es in den städtischen Museen zu sehen

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