Das Düsseldorfer Heinrich-Heine-Institut forscht zu dem Dichter.

Düsseldorfer Kulturstätten : Ein Haus für Heinrich Heine

Das Düsseldorfer Heinrich-Heine-Institut ist ein Zentrum der internationalen Forschung und ein Ort vieler spannender Veranstaltungen.

Der große Dichter Heinrich Heine ist in seiner Geburtsstadt Düsseldorf in ganz unterschiedlicher Weise präsent. So tragen die Universität sowie eine Gesamtschule seinen Namen, es gibt eine Heinrich-Heine-Allee und einen Platz, an der Bolkerstraße 53 steht noch sein Geburtshaus und am Schwanen-Markt hat ihn der Bildhauer Bert Gerresheim in all seiner Zerrissenheit verewigt. Ferner kümmert sich die Heinrich-Heine-Gesellschaft unermüdlich um sein literarisches Ansehen. Schließlich gilt das Heinrich-Heine-Institut an der Bilker Straße 12-14 als wichtigster Hort seines umfassenden Wirkens und Ort fortschreitender literaturwissenschaftlicher Forschung und Darstellung zu seinem Leben und Werk.

Geschichte Im Jahr 1956, zum 100. Todestag Heinrich Heines, wurde die Heinrich-Heine-Gesellschaft mit dem Zweck, das dichterische wie zeitkritische Werk Heinrich Heines im literarischen Bewusstsein lebendig zu halten, gegründet. Seit 1965 zeichnet die Heinrich-Heine-Gesellschaft Persönlichkeiten für ihre herausragende literarisch-publizistische Arbeit mit einem Ehrenpreis aus. Der Verein arbeitet eng mit dem Heinrich-Heine-Institut, das 1970 gegründet wurde, zusammen. Das Heinrich-Heine-Institut gilt als Zentrum der internationalen Heine-Forschung mit entsprechenden Sammelschwerpunkten. Es umfasst ein Archiv, eine Bibliothek, ein Museum für eine Dauerausstellung sowie Ausstellungen zu besonderen Themenschwerpunkten. Seit 2009 leitet Sabine Brenner-Wilczek das Heinrich-Heine-Institut. Sie ist zudem Herausgeberin des Heine-Jahrbuchs und der Heine-Studien sowie Kuratorin zahlreicher Ausstellungen.

Ausstattung Das Archiv beherbergt das Rheinische Literaturarchiv, in dem ausschließlich rheinische Autoren vom 19. Jahrhundert bis heute vertreten sind. Ferner werden eine allgemeine Autografensammlung mit Schriften aus dem 17. bis zum 19. Jahrhundert, die früher in der Landes- und Staatsbibliothek untergebracht waren, das Schumann-Archiv,  über 50 weitere Nachlässe sowie ein Bild- und Fotoarchiv wissenschaftlich betreut.

In der  Bibliothek, in der auch eine Hör- und Leseecke integriert ist, sind Werke von und über Heine untergebracht. Darüber hinaus finden sich hier auch die Werke aus der Heine-Nachlass-Bibliothek. Heine-Vertonungen sowie Nachlass-Bibliotheken aus dem Rheinischen Literaturarchiv runden das bibliothekarische Angebot zu Heine ab.

Programm  Das Museum des Heinrich-Heine-Instituts hat mit seiner ständigen Ausstellung „Romantik und Revolution – Die Heine-Ausstellung“ vorrangig die an Heine interessierte Öffentlichkeit im Blick. In neun Räumen wird das Leben und Wirken Heines nachgezeichnet, ausgehend von der Familie Heines, über die literarischen Anfänge, bis hin zur Wirkung auf Zeitgenossen. Hier treten insbesondere Clara und Robert Schumann in Erscheinung. Zusätzlich informieren wechselnde Sonderausstellungen über Themen, die sich aus verschiedenen Bezügen zu Heinrich Heine ergeben.

Zudem gibt es ein umfangreiches Programm mit Seminaren, Vorträgen, Lesungen, Aufführungen, Konzerten und Führungen. Kinder ab zehn Jahren können außerdem im Heinrich-Heine-Institut ihren Geburtstag feiern. Dazu bietet die Buchbindewerkstatt die Möglichkeit, die japanische Buchbindetechnik zu erlernen. Mit gemustertem Papier entstehen Bücher, die absolute Hingucker sind.