Campfire Festival 2018: Zukunfts-Zeltstadt vor Landtag in Düsseldorf

Festival umsonst und draußen: Wir bringen mit dem Campfire die Zukunft nach Düsseldorf

Vom 31. August bis zum 2. September wird beim Campfire-Festival in Düsseldorf über die Zukunft der Medien diskutiert. Viel Prominenz wird erwartet.

Am übernächsten Wochenende möchten wir mit Ihnen die Zukunft feiern. Zusammen mit dem Recherchebüro Correctiv lädt die Rheinische Post zum Campfire-Festival in den Bürgerpark vor dem Landtag ein. Das ist das größte deutsche Open-Air-Festival für Medien-Interessierte und alle, die neugierig auf die digitale Zukunft sind. Es entsteht ein Zeltdorf mit zwei Hauptbühnen, 15 Programm-zelten und weit über 150 Programmpunkten.

„Wir haben eine Zeit vor uns, in der mehr Menschen als jemals zuvor an der Entwicklung der Gesellschaft teilhaben können“, sagt David Schraven, Leiter des Recherchebüros Correctiv. „Wir wollen die Zukunft nicht innerhalb der Medienbranche diskutieren, sondern uns öffnen“, sagt RP-Chefredakteur Michael Bröcker. „Deswegen findet das Festival für alle vor dem Landtag statt.“ Eröffnet wird das Festival im Zelt der Rheinischen Post am Freitag um 15 Uhr von Oberbürgermeister Thomas Geisel und Johannes Werle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinischen Post Mediengruppe, direkt gefolgt von einer Premiere: Zum ersten Mal stehen der ehemalige „Bild“-Herausgeber Kai Diekmann und der Publizist Gabor Steingart auf einer Bühne. Gewohnt bissig werden sie die aktuellen Entwicklungen der Medienbranche kommentieren.

Ein Wiedersehen gibt es mit Ulla Kock am Brink. Die Fernsehmoderatorin wird über die Recherchen rund um einen Medizinskandal berichten (Samstag, 14.30 Uhr auf der Hauptbühne).„Männer haben keinen guten Lauf gerade“, sagt der Autor Hajo Schumacher. „Ob Trump oder ‚MeToo’, ob Homophobie oder Klimawandel – das Männliche an sich scheint Ursache vieler globaler Probleme.“ Aus diesem Grund stellt er sein neues Buch „Männerspagat“ vor (Samstag, 17 Uhr im RP-Zelt).

Der „Spiegel-Redakteur“ Markus Feldenkirchen gewährt einen Blick hinter die Kulissen seiner Recherche über den ehemaligen SPD-Chef Martin Schulz. Er stellt sich den Fragen von Kristina Dunz, der stellvertretenden Leiterin der RP-Parlamentsredaktion (Freitag, 16.30 Uhr im RP-Zelt). Thomas Kutschaty, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im NRW-Landtag spricht über den Neustart der SPD (Sonntag, 12.00 Uhr auf der Hauptbühne). NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) stellt sich den Fragen der Bürger zur Sicherheit in NRW (Samstag, 18.30 Uhr auf der Hauptbühne) und NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) präsentiert seine Digitalstrategie für das Land (Sonntag, 14 Uhr auf der Hauptbühne).

Beteiligung wird auf dem Campfire groß geschrieben: Organisator David Schraven befragt eine Besucherin. Foto: IVO MAYR
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Es geht aber auch um die Skandale in NRW, wie das „Abschiebungstheater“ um Osama bin Landes Leibwächter. NRW-Korrespondenten verschiedener Zeitungen diskutieren: Was passiert hier – wie sind die Zusammenhänge und wie schlimm ist es wirklich? Mit dabei ist RP-Redakteurin Kirstin Bialdiga (Samstag, 14 Uhr auf der Lesebühne).

„Tut was: Ein Aufruf an Europa“ ist der Titel des Gesprächs mit Can Dündar. Der ehemalige Chefredakteur der regierungskritischen türkischen Tageszeitung Cumhuriyet ruft dazu auf, die Demokratie nicht wehrlos herzugeben (Samstag, 13.30 Uhr auf der Hauptbühne).

Über die Kunst der Innovation spricht Marcel Mellor vom Düsseldorfer Unternehmen Sipgate. Er zeigt, was Unternhemen im Bereich Arbeitsorganisation von Startups lernen können (Freitag, 16 Uhr im Facebook-Workshop-Zelt). Das Ende der Smartphone-Ära diskutieren Richard Gutjahr (BR Fernsehen), Marco Maas (Datenjournalist) und Sebastian Matthes (stellvertretender Chefredakteur Handelsblatt) am Samstag um 11 Uhr im RP-Zelt.

Das komplette Programm steht auf der offiziellen Homepage des Festivals. Wir berichten mit RP ONLINE live vom Campfire, auf unserem Zeitgeist-Blog. Schauen Sie gerne vorbei bei uns!

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