Afrika-Tage in Düsseldorf : Afrika zu Besuch in Düsseldorf

Bei den 13. Afrikatagen können die Besucher den vielseitigen Kontinent mit allen Sinnen erleben. Der Spaß steht dabei im Vordergrund.

Das Wetter präsentierte sich in Düsseldorf zuletzt durchgängig mit „afrikanischen“ Temperaturen. Das sind beste Voraussetzungen, die drei „Afrika Tage“ (10. bis 12. August) im Freizeitpark an der Ulenbergstraße nahezu „originalgetreu“ zu genießen. „Ich bete aber dafür, dass es ein paar Grad kühler wird, dann macht es auch mehr Spaß, zu tanzen“, erläutert Oboja Adu. Er ist Vorsitzender des Vereins Enije für Afrika und Hauptorganisator der 13. Afrika Tage.

Adu hat zweimal die Werbetrommel gerührt. Einmal, um viele Künstler auf die Bühne im Ulenbergpark zu bekommen, und ein zweites Mal, um Publikum und Mitmachwillige in den Freizeitpark zu ziehen. „Es gibt keine richtige Szene afrikanischer Kultur in Deutschland. Deshalb kommen auch einige Künstler direkt aus Afrika, wie Sally aus Simbabwe“, erläutert Adu.

Sally Robert spielt Mbirra, ein etwa Tamburin-großes Tasteninstrument aus Simbabwe. Sie ist der Beweis dafür, dass sich der Ruf der „Afrika Tage“ bis jenseits des Mittelmeeres ausgebreitet hat. „Sally hat sich bei mir gemeldet und gefragt, ob sie im Ulenbergpark spielen kann“, so Adu. Kann sie, denn die 23-Jährige hat die Hörprobe durch den Cheforganisator bestanden. Jetzt steht sie Samstag (18.30 Uhr) und Sonntag (16.30 Uhr) für jeweils eine Viertelstunde auf der Bühne.

Doch nicht nur zuschauen und zuhören sollen die Afrika-Tage-Besucher, vielmehr geht es auch ums genießen, sich bilden und mitmachen. So gibt es einen afrikanischen Markt mit kulinarischen Köstlichkeiten und exotischen Getränken, ein Afro-Beauty-Zelt, Infostände, Vorträge, Diskussionen und vieles mehr. So gibt es zum Beispiel Tanz-Schnupperkurse für Salsa, Bachata und Kizomba oder einen Workshop Trommeln für Erwachsene. Außerdem erzählt Anthony „Tony“ Thompson Geschichten aus der afrikanischen Märchenwelt. Das extra für die Afrika Tage konzipierte Theaterprogramm trägt den Titel „In Afrika wird nicht nur getrommelt“. Thompson ist Dauergast bei den Afrika Tagen in Düsseldorf und hat Kulturgeschichte geschrieben. Der ghanaische Theatermann (Regisseur) hat als erster Afrikaner in Deutschland Theaterstücke inszeniert. Da gebührt ihm auch die volle Aufmerksamkeit. „Bis 16 Uhr gibt es bei den Afrika Tagen kein Bühnenprogramm. Wir möchten, dass sich alle ungestört auf ihre jeweiligen Workshops, Theaterprogramme oder Mitmach-Aktionen konzentrieren können“, so Adu. „Dafür legen wir den Fokus am Nachmittag und Abend ausschließlich auf das Bühnenprogramm.“

Und das ist picke-packe-voll. Bis zu neun verschiedene Aufführungen mit unterschiedlichen musikalischen, tänzerischen und darstellerischen Hintergründen werden jeden Tag aufgeführt. Darunter sind auch Düsseldorfer wie beispielsweise die Chanta Crew. Diese hat sich 2009 gegründet und ist seitdem nicht nur in ihrer Heimatstadt Düsseldorf aktiv. Ihre Absicht war es immer, Menschen mit verschiedenen Kulturen und Hintergründen mit Hilfe von Reggae und Dancehall-Musik zusammen zu bringen. Die Mitglieder der Crew stammen selber aus Europa, Asien, Afrika, Südamerika und der Karibik.

Adu selbst freut sich besonders auf den Sonntagabend. „Da spielen die Ejine Allstars. Das sind alles Künstler, die schon mehrere Jahre bei den Afrika Tagen dabei sind. Sie musizieren mit Neulingen und Anfängern. Das ist immer ein großer Spaß“, so der Enije-Vorsitzende. Den Besuchern wünscht er, dass sie Afrika möglichst mit allen Sinnen genießen können.