Kontaktaufnahme ist Ordnungswidrigkeit: Freier müssen Bußgeld zahlen

Kontaktaufnahme ist Ordnungswidrigkeit : Freier müssen Bußgeld zahlen

Für zwei Freier endeten Einsprüche vor dem Amtsgericht mit einer Schlappe. Die beiden Männer (48 und 41 Jahre alt) waren jeweils im Oktober 2007 durch Einsatzkräfte des Ordnungs- und Servicedienst (OSD) dabei beobachtet worden, wie sie verbotener Weise auf der Charlottenstraße Kontakt mit Damen vom dortigen illegalen Straßenstrich aufnahmen.

Wie die Stadt erklärt, hatte der Richter dem 48-jährigen Düsseldorfer geraten, seinen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid in Höhe von 250 Euro plus Gebühren zurückzunehmen. Andernfalls sähe sich der Richter gezwungen, in der Sache anders, nämlich härter zu befinden. Diese nahezu kostenlose Rechtsberatung nahm der Betroffene an.

Bei dem 41-Jährigen aus Westfalen wurden seine persönlichen finanziellen Verhältnisse berücksichtigt. Er muss 150 Euro an die Staatskasse zahlen. Dafür, so der Richter, muss er aber die Hälfte der Verfahrenskosten zahlen.

167 Freier hat der OSD im vergangenen Jahr überführt. Nach der Düsseldorfer Straßenordnung ist die Kontaktaufnahme von Freiern zu Prostituierten im Sperrbezirk zwecks Vereinbarungen sexueller Handlungen gegen Entgelt eine Ordnungswidrigkeit und kann mit Geldbußen bis zu 1.000 Euro geahndet werden.

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