Strandbad Lörick: Freibad baut im Winter um

Strandbad Lörick : Freibad baut im Winter um

2010 versickerten im Strandbad Lörick 21.000 Kubikmeter Wasser, weil Rohre verrostet sind. Nun steckt die Stadt 820.000 Euro in die Renovierung, die bis Mai fertig sein soll. Ein harter Winter könnte zu Verzögerungen führen.

Rund 820.000 Euro wird die Stadt in den kommenden Monaten in die Sanierung des Freibades Lörick stecken. Bis Ende des Jahres sollen in einem ersten Abschnitt die alten Stahlrohre der Wasseraufbereitungsanlage durch neue Kunststoffrohre ersetzt werden.

Danach stehen Reparaturen an technischen Gebäuden auf dem Plan, ehe in einer letzten Etappe ab April ein neuer Schwallwasserbehälter gebaut werden soll. "Wir wollen zu Beginn der Badesaison am 15. Mai fertig sein", sagte gestern Roland Kettler, Geschäftsführer der städtischen Bädergesellschaft.

Schon seit Jahren undicht

Tatsächlich hatte der Zahn der Zeit schon länger am beliebtesten Düsseldorfer Freibad genagt. Die Anlage stammt aus den 60er Jahren. Und nachdem den Verantwortlichen bereits in den Jahren zuvor aufgefallen war, dass immer mehr Wasser aus den alten, verrosteten Stahlrohren austrat, zog man jetzt die Notbremse. In der vergangenen Badesaison gingen nämlich 21 000 Kubikmeter Wasser verloren.

Oder anders ausgedrückt: Im Sommer 2010, der nicht gerade ein Bilderbuchsommer war, versickerten 21 Füllungen des 50-Meter-Beckens beziehungsweise 210 000 bis zum Rand gefüllte Badewannen einfach im Erdreich. Darum begann die Bädergesellschaft schon im Oktober mit den Sanierungsarbeiten. "Wir nutzen die Wintermonate, damit die Gäste im Sommer wieder beste Freizeit-, Fitness-und Erholungsmöglichkeiten vorfinden", sagte Roland Kettler.

Immerhin soll bis Sommer in der Nachbarschaft zum Bad auch ein neuer Biergarten für 1500 Besucher fertig sein. Hier will Michael Küttner, Inhaber der Weißen Flotte, zusammen mit seinem Partner, der Brauerei Inbev, auf einer weiteren Fläche der Bädergesellschaft einen Betrag zwischen zwei und drei Millionen Euro investieren. Eine Investition, die aber nur lohnt, wenn das Freibad langfristig gesichert ist.

Die Voraussetzungen hierfür werden durch die nun laufenden Sanierungen geschaffen. Der Bädergesellschaft kommt dabei zugute, dass es um die beiden Becken des Bades regelrechte Keller gibt, durch die die Rohre verlaufen. "So müssen wir keine Grube ausheben", sagt Peter Sworowski, Sicherheitskoordinator der Bädergesellschaft. Dies ist wegen der Hochwassergefahr im Winter nicht möglich, da durch Erdarbeiten Deiche beschädigt werden könnten. Darum wird mit dem Bau des Schwallwasserbehälters auch erst im Frühjahr begonnen. Zu Verzögerungen des Gesamtprojekts könnte es aber kommen, wenn der Winter schneereich und der Rheinpegel im Frühjahr sehr hoch ist.

(RP)
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