Frauen demonstrieren beim "Women's March" in Düsseldorf für ihre Rechte

Women’s March in Düsseldorf : Frauen demonstrieren für ihre Rechte

Beim „Women’s March“ fordern die Teilnehmerinnen die Gleichberechtigung der Frau in Politik und Wirtschaft.

(jop) Auf der ganzen Welt demonstrierten am vergangenen Samstag auf den „Women’s Marches“ – zu Deutsch „Frauen-Märsche“ – Hunderttausende Menschen für die Rechte der Frau. In Düsseldorf fand ebenfalls ein Women’s March statt – wenn auch ein stationärer. Um 14 Uhr versammelten sich Demonstranten auf dem Bertha-von-Suttner-Platz, um gegen Gewalt an Frauen, ungleiche Bezahlung und die Gesetzeslage zur Abtreibung zu protestieren.

Zwar beteiligten sich nur rund 70 Personen an der Demonstration, doch Veranstalterin Aileen Dinin ließ sich davon nicht entmutigen: „Wir sind zwar nur eine kleine Gruppe, doch wir kämpfen für die Hälfte der Bevölkerung“, stellte sie in ihrer Ansprache fest. Zu den Demonstranten sprach auch Nora Urbanski, Düsseldorfer Kandidatin der Partei „Volt“ für die Europawahlen. Ein Anliegen der jungen Partei, die sich als paneuropäisch und progressiv bezeichnet, ist die Gleichberechtigung der Frau in Politik und Wirtschaft, sowie die Abschaffung des Paragraphen 219a, der Ärzten untersagt, für Abtreibungen zu werben. „Wir Frauen müssen dafür sorgen, dass unsere Stimmen gehört werden und wir für unsere Rechte einstehen, denn das wird sonst niemand für uns tun“, appellierte Urbanski an die Anwesenden.

Initiiert wurde die Demonstration von „Democrats Abroad“, der offiziellen Organisation der amerikanischen Demokraten für im Ausland lebende US-Bürger. Auch in Berlin, München, Hamburg, Frankfurt und Heidelberg wurde demonstriert.  Der erste offizielle Women’s March fand im Januar 2017 als Antwort auf die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten und seine frauenfeindlichen Bemerkungen statt. Weltweit haben im Jahr 2017 Schätzungen zufolge mehr als drei Millionen Menschen an den Protesten teilgenommen.

Am vergangenen Samstag fanden Women’s Marches in zahlreichen Städten Nordamerikas und Europas statt, sowie in Ecuador, Costa Rica, Japan und sogar in der afghanischen Hauptstadt Kabul.

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