E: Fragen schnell beantworten

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uwe-jens.ruhnau

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@rheinische-post.de

Eine lebensbedrohliche Erkrankung gehört zu den schwersten Prüfungen, die ein Mensch und seine Familie erfahren können. Krebs ist eine Geißel, die meist den Tod bedeutet oder bedeuten kann. Gerade in letzterem Fall ist es der Zusammenhalt und die Unterstützung von Angehörigen, die helfen, das Schicksal zu meistern. Es werden noch viele gute Tage oder vielleicht sogar die Gesundung erobert. Im Verlauf dieses Kampfes kann es düstere Tage geben, an denen der Kranke meint, nicht mehr zu können. Vielleicht ist er dann suizidgefährdet. Vielleicht gibt es ohnehin für ihn keine Chance mehr. Wenn er aus dem Tal herausfindet, ist die Erleichterung groß. Wenn er in dieser Zeit aus einem Krankenhausfenster stürzt, ist die Verzweiflung groß. Hat das Marienhospital alles Mögliche getan, um solche Momente professionell zu bewältigen? Gab es auch durch bauliche Veränderung Prävention? Mit Blick auf Sicherungen an den Fenstern spricht vieles dafür, dass mehr hätte getan werden können. Sollte dies der Fall sein, gibt es zumindest eine moralische Verantwortung - und der Zustand gehört rasch geändert.

(RP)