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Fortuna Düsseldorf verärgert über neuen Bierpartner von D.Live

Fortuna Düsseldorf : Streit ums Bier in der Düsseldorfer Arena

Derzeit verhandeln Fortuna und D.Live den neuen Mietvertrag zur Arena-Nutzung. Hinter den Kulissen findet ein Gezerre statt, und immer wieder gibt es Nebenkriegsschauplätze. Der neueste dreht sich um die Bierlieferungen.

Das Verhältnis zwischen Fortuna Düsseldorf und der städtischen Veranstaltungstochter hat klimatisch „Luft nach oben“. Der Fußballklub fühlt sich als Hauptnutzer der Arena, die D.Live betreibt, nicht richtig eingebunden.

Das hat mehrfach für Ärger gesorgt: Bei der Vergabe des Namensrechtes die Gauselmann-Gruppe (Merkur Spielotheken) war Fortuna ebensowenig eingebunden wie bei der Vermietung des Stadions an den KFC Uerdingen für die kommenden Saison.

Nun ist es gut, dass D.Live mit diesen Millionen-Deals Arena-Schulden abbaut. Nicht erst 2040, sondern 2029 soll das städtische Stadion (es war 215 Millionen Euro teuer) seine Kredite zurückgezahlt haben. Deswegen haben die Politiker im Aufsichtsrat der Stadttocher die Abschlüsse auch begrüßt.

Dennoch ist es besser, wenn Fortuna und D.Live Hand in Hand marschieren und nicht permanent Entscheidungen fallen, die über eine Brüskierung hinaus auch Geld kosten können. Diese Woche wurde verkündet, dass D.Live Frankenheim aus der Arena kickt und Schumacher Alt als Bierlieferanten einwechselt. Bierliebhaber wird das freuen.

Aber die Entscheidung bringt Probleme mit sich, die auch D.Live erahnen konnte: Frankenheim zahlt als Sponsor auch mehr als 400.000 Euro an Fortuna. Welchen Sinn macht dieses Engagement jetzt noch?

D.Live ist diese Frage offensichtlich egal – und genau eine solche Denke belastet das Klima. Noch einmal: D.Live kann sich so verhalten, Fortuna hätte sogar die Rechte zur Biervergabe bei den Verhandlungen an sich ziehen können. Dennoch funktioniert das Miteinander besser, wenn man sich partnerschaftlich verhält.

OB Geisel, Arena-Manager Michael Brill sowie Fortunas Aufsichtsratschef Reinhold Ernst und Vorstandschef Thomas Röttgermann müssen an einen Tisch, damit sich solche Situationen nicht wiederholen. Fortuna und Arena sollten nicht gegeneinander spielen, sondern zusammen gewinnen.