Fortuna Düsseldorf feiert Aufstieg: "An Tagen wie diesen . . ."

Fortuna Düsseldorf feiert Aufstieg: "An Tagen wie diesen . . ."

Bei der Aufstiegsparty von Fortuna Düsseldorf vor dem Rathaus feiern Fans mit Spielern und den Toten Hosen friedlich, harmonisch und ausgelassen.

Den Siedepunkt erreicht die Stimmung in der Altstadt am Montag um 18.15 Uhr. Da betreten die Toten Hosen die Stahlrohrtribüne vor dem Rathaus. Campino trägt das Fortuna-Trikot mit dem Totenkopf-Logo.

Es erinnert an düstere Zeiten des Vereins, als er in den fußballerischen Niederungen der Oberliga kicken musste. Gestern aber wird die Rückkehr in die Bundesliga gefeiert. Zur inoffiziellen Fortuna-Hymne "Tage wie diese" halten Tausende ihre Schals hoch, grölen mit.

Genau so wie die Spieler und Trainer Friedhelm Funkel, die Arm in Arm hinter der Band stehen. Immer wieder recken sie die Meisterschale ihren Anhängern entgegen. "Wir sind wieder da", brüllt Kapitän Oliver Fink.

"Das ist die Party, die uns beim Aufstieg vor sechs Jahren nicht gegönnt wurde. Deshalb können wir das jetzt mit Anlauf zelebrieren", sagt Campino, der damit auf den Gerichtsprozess nach dem Platzsturm 2012 anspielt. "Ich finde, wir müssen uns heute freuen. Aber wir sind mit der Erfahrung des letzten Bundesliga-Aufstiegs gereift und müssen mit einem guten Teamspirit den Klassenerhalt schaffen." Teamspirit gibt es dann auch zu sehen, als die ganze Mannschaft sich um den Sänger schart, um ihn beim "Altbierlied" textsicher zu begleiten.

Fortuna Düsseldorf und die Toten Hosen feiern den Aufstieg
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Die Anhänger im Publikum, das friedlich, harmonisch und ausgelassen feiert, sind genauso glücklich wie ihr Team. Manfred Fuchs etwa hat sich als Siegesgöttin Fortuna verkleidet und harrt in dem ungewöhnlichen Dress auch bei frühsommerlicher Hitze aus. Seit 60 Jahren sei er schon Fan, bekundet der 74-Jährige, der in Haan lebt, aber was macht das schon: "Ich liebe Düsseldorf, und meine Kinder sind alle hier geboren."

Andreas Günzel hat den Verein sogar in die Wiege gelegt bekommen: "Ich bin Fan durch und durch." Sein Vater, erzählt er, habe einst das Fortuna-Eck geführt, da war das gar nicht zu vermeiden. Heute ist er so oft es geht in der Arena, "wenn möglich bei jedem Heimspiel".

Irgendwann endet das Hosen-Konzert, aber die Party geht weiter, und die Altstadt bleibt auch in den folgenden Stunden rot-weiß.

(RP)