Fortuna Düsseldorf: Esprit-Arena soll als 95-Heimat erkennbarer gemacht werden

Rot-Weiß und Bilder von Legenden : Die Arena soll mehr Fortuna-Heimat sein

Die Multifunktionsarena soll klarer als Heimspielstätte des Erstligisten erkennbar sein, unter anderem durch viel Rot-Weiß und Bilder von Legenden. Damit folgt die Stadtspitze einem Wunsch der Fortuna.

Fortuna marschiert in Richtung 1. Fußball-Bundesliga. Die Technik für den Videoschiedsrichter ist in der Arena schon eingebaut, Henkel als neuer Trikotsponsor bestätigt. Jetzt bemüht sich der Klub darum, dass die Arena endlich auch als seine Heimat wahrgenommen wird. Dies ist bislang nicht der Fall. Fortuna hat Ideen gesammelt und einen Workshop mit Arena-Betreiber D.Live durchgeführt. Die Arena gehört der Stadt, und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche bestätigt als Geschäftsführer der Arena-Besitzgesellschaft, dass man viele Wünsche der Fortuna umsetzen wolle. Es gebe in der Arena zu wenig, was für den Hauptmieter identitätsstiftend sei. "Die Bindung läuft auch über Emotion", sagt Hintzsche, "und da ist noch Luft nach oben."

Vorgeschichte

Das sind neue Töne, denn seit der Eröffnung der Arena 2006 wurde optisch auf die Multifunktionalität viel Wert gelegt. Aber wo sich jeder wohlfühlen kann, fühlt sich keiner wirklich richtig heimisch. Alexander Steinforth, bei Fortuna Direktor für Strategie und Geschäftsentwicklung sowie fürs Marketing zuständig, meint deswegen: "Je mehr Fans sich in der Arena heimisch fühlen, desto besser ist es für alle Seiten." Aktuell ist so, dass selbst Besucher der Fortuna-Büros diese kaum finden. Wehten vor der Arena nicht ein paar Fortuna-Fahnen, könnte auch im Außenbereich niemand ahnen, dass der Fußballverein und die Großhalle etwas miteinander zu tun haben.

Mehr Fortuna auch auf der Arena: So könnte es aussehen, wenn ein Namenssponsor auch dem Düsseldorfer Verein eine optische Bühne gönnte. Foto: Thomas Gassmann

Konkurrenz

Schalke, Bayern, Dortmund: Dort sind die Klubs Eigentümer des Stadions, können es gestalten, wie sie wollen, und verdienen an allem, vor allem auch an der Gastronomie. Schon der Blick nach Köln zeigt aber, dass es für einen Verein auch besser laufen kann, wenn die Stadt Eigentümer des Stadions ist. Das ist auf den FC getrimmt, neben Denkmälern von Klub-Legenden wird der Bau sogar rot-weiß illuminiert, wenn die Kölner auflaufen.

Rot und Weiß signalisieren, dass das Kölner Stadion dem "Effzeh" zugehört. So wird die Identifikation erhöht. Foto: Thomas Gassmann

Arena außen

Eine rot-weiße leuchtende Arena wäre natürlich ideal. Michael Brill, Geschäftsführer D.Live, hält Projektionen auf das Stadion für vielversprechend, die Technikkosten seien jedoch noch sehr hoch. Dies müsse geprüft werden. Einen weiteren Wunsch sieht er skeptisch: Dem Fortuna-Logo auf der Außenhaut müsste ein neuer Namenssponsor (aktuell wird mit potenziellen Esprit-Nachfolgern verhandelt) zustimmen. Bessere Chancen sieht man für Großbanner am Arena-Hotel. Die Kassenhäuschen könnten "auf Fortuna" machen, transparente Fortuna-Logos auf den Glastüren wären ebenfalls kein großer Aufwand.

Arena innen

Hier ist heute vieles grau. Brill kündigt für die Foyers den Einbau von 140 City-Lights an, die am Spieltag rot-weiß dominiert sein würden. Angestrichen oder mit Fortuna-Motiven versehen werden könnten Mundlöcher (Eingänge zu den Blöcken), Aufgänge und Seitenwände. Es gibt bereits Entwürfe für den Umlauf, die Legende "Lumpi" Lambertz oder Campino als "Säulenheilige" zeigen, auch Stadtteilnamen sind in den Entwürfen aufgebracht. Einiges davon ließe sich sicherlich schon für die neue Saison erledigen. Die Kostenfrage ist laut Hintzsche noch nicht besprochen.Sehr schön fände der Verein, wenn im Oberrang über dem Schriftzug "Düsseldorf" ein "Fortuna" hinzugefügt würde. Da aber geht D.Live auf Distanz - wegen der Fremdveranstaltungen. Fortuna-Outfits für Hostessen im VIP-Bereich und an den Gastro-Ständen seien dagegen möglich.

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