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Düsseldorf-Bilk: Föhn löst Feuer in Schule aus

Düsseldorf-Bilk : Föhn löst Feuer in Schule aus

Wegen eines defekten Haartrockners rückte ein Großaufgebot der Feuerwehr Freitagvormittag zur Rudolf-Hildebrand-Schule aus. Da die Lehrer schnell reagierten, kamen 330 Schüler mit dem Schrecken davon.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr sorgte gestern Vormittag für Aufregung in Bilk: Nachdem gegen 10 Uhr ein Notruf von der Rudolf-Hildebrand-Schule an der Gotenstraße einging, rückten die Einsatzkräfte mit zwei Löschzügen und Sonderfahrzeugen aus. Ein Haartrockner in den Umkleideräumen des Lehrschwimmbeckens hatte Feuer gefangen. Am Einsatzort gab es Entwarnung für die 50 Einsatzkräfte: Eine Lehrerin, die mit einer ersten Klasse die Umkleide belegte, hatte den Hausmeister verständigt . Der konnte mit einem Pulverlöscher den Brand ersticken und alarmierte die Feuerwehr. Währenddessen hatten die Lehrer die insgesamt 330 Schüler der Förderschule und der benachbarten Martin-Luther-Grundschule evakuiert und auf dem Schulhof versammelt.

"Zum Glück ist nichts passiert. Die Schüler haben wie eingeübt die Räume verlassen", sagte Lydia Hübner-Kleeberg, Leiterin der Rudolf-Hildebrand-Schule. Die Feuerwehr sicherte die Brandstelle ab und lüftete anschließend mit Hochleistungslüftern den Umkleidebereich. Um sicher zu gehen, dass keiner der anwesenden Schüler Gesundheitsschäden durch den Rauch oder den Schaum erlitten hatte, wurden Atemtests vorgenommen. Keines der Kinder hat demnach Schaden genommen. Gegen 11 Uhr konnte der Unterricht wieder fortgesetzt werden. Nach ersten Erkenntnissen hat ein technischer Defekt das Feuer verursacht, der Sachschaden beträgt rund 10 000 Euro.

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Große Erleichterung

Allen Verantwortlichen war die Erleichterung über den glimpflichen Ausgang anzumerken. "Man sieht, wie wichtig es ist, mit den Kindern regelmäßig das richtige Verhalten im Brandfall zu trainieren", sagte Hans Halinde, Leiter der Martin-Luther-Grundschule. Erst kürzlich wurde auf dem Schulhof ein Sammelpunkt für den Ernstfall eingerichtet, dessen Standpunkt der Rektor nach den Erfahrungen von gestern aber für nicht geeignet hält, da die versammelten Schüler und Lehrer den Einsatzkräften den Weg versperrten. "Wir haben aus dem Einsatz auch gelernt, was wir noch verbessern können", so Halinde.

"Man wird sich sicher bald zusammensetzen, um das Sicherheitskonzept zu optimieren", erklärte Feuerwehr-Sprecher Marc Vogel. Alle fünf Jahre werden die Schulen der Stadt von so genannten Brandschauern besucht, die die Rettungspläne kontrollieren und anpassen. "Da kann es schon mal vorkommen, dass manche Dinge in der Praxis nicht ganz so gut gelingen wie angenommen", so Vogel. Insgesamt habe die hausinterne Alarmierung sehr gut funktioniert.

Ein Einsatz in dieser Größenordnung ist bei Schulen die Regel, da diese als Veranstaltungsstätte eingestuft werden und besonders behandelt werden. Das größere Aufgebot an Einsatzkräften wird für die Evakuierung und Rettung sowie für den größeren Materialumfang benötigt. Bei derartigen Einsätzen sind zudem höhere Führungskräfte der Feuerwehr, der so genannte A-Dienst, beteiligt.

(RP)