Düsseldorf: Flugzeug-Fotografen gefährden den Autoverkehr

Düsseldorf: Flugzeug-Fotografen gefährden den Autoverkehr

Seit einiger Zeit haben so genannte Planespotter, das sind Menschen, deren Hobby es ist, Flugzeuge beim Start oder der Landung zu fotografieren oder zu filmen, einen neuen Aussichtspunkt für sich entdeckt. Seit im Frühjahr entlang der Umgehungsstraße B8n zwischen Kaiserswerth und Stockum umfangreiche Rückschnittarbeiten der Gehölze stattgefunden haben, ist dort freie Sicht auf die Start- und Landebahnen entstanden. Um dorthin zu gelangen, parken die Planespotter teilweise ihre Autos in der Nothaltebucht an der B8n und überqueren dann zu Fuß die viel befahrene und vierspurige Straße, auf der Tempo 80 erlaubt ist. "Mir ist beinahe solch ein Planespotter vor das Auto gelaufen", sagt Benjamin Schwarz (SPD), stellvertretender Bezirksbürgermeister in der BV5.

Der Politiker hat deshalb eine Anfrage an die Verwaltung gerichtet, um diese auf das Problem aufmerksam zu machen. Dort war bislang die Situation noch nicht bekannt, wie aus der Antwort hervorgeht. Die Verwaltung sieht allerdings auch wenig Spielraum, selber tätig zu werden: "Kontrollen von Halte- und Parkverstößen dieser stark befahrenen Kraftfahrstraße durch Kräfte der Außendienste des Ordnungsamtes können aus Eigensicherungsgründen nicht vorgenommen werden", sagt die Verwaltung. So seien die Fahrzeuge des Ordnungsamtes auch nicht mit entsprechenden Signalanlagen ausgestattet. Das Problem sei aber mit der Polizei erörtert worden. Diese soll an der Umgehungsstraße nun die Situation beobachten. Das Ergebnis dieser Überprüfungen soll später der Bezirksvertretung 5 vorgestellt werden, wünscht sich Benjamin Schwarz.

"In der Planespotter-Szene werden gute Aussichtspunkte über das Internet empfohlen und in der Nähe wird in diesem Zusammenhang die Fußgängerbrücke an der Alten Flughafenstraße genannt. Deshalb ist die Gefährdung an der B8n völlig überflüssig", sagt Schwarz.

(brab)