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Schlangen am Flughafen Düsseldorf: Zusage für mehr Sicherheitspersonal

Lange Schlangen am Airport : Düsseldorfer Flughafen soll mehr Sicherheitspersonal bekommen

Die Bundespolizei sagt, wie der von ihr beauftragte Sicherheitsdienstleister neues Personal gewinnen kann. Zuletzt hatte es wegen Personalmangels wiederholt extrem lange Schlangen vor den Schleusen gegeben. Auch der Flughafenchef hatte Kritik geübt.

Die zum Teil extrem langen Wartezeiten vor den Sicherheitskontrollen am Flughafen sollen mit Hilfe zusätzlichen Personals abgemildert werden. Die Bundespolizei hat jetzt weitere Details genannt, wie der Sicherheitsdienstleister Deutscher Schutz- und Wachdienst (DSW) seine Personalprobleme in den Griff kriegen soll. Das Unternehmen könne Personal nach einwöchiger Schulung auf der Position des Einweisers oder Wannenrückführers einsetzen. Nach dieser Kurzschulung folge eine Überprüfung der Bundespolizei. Als so genannter Teilbeliehener sei dann der Einsatz möglich.

Kandidaten könnten vom freien Arbeitsmarkt stammen oder von einem anderen Dienstleister. Ein weiteres Unternehmen einsetzen soll der DSW laut Bundespolizei allerdings nicht, wie eine Aussage der Behörde von Dienstag missverständlicher Weise lautete.

Auf eine Ausschreibung der Bundespolizei für einen zweiten Dienstleister hatte sich nach Auskunft eines Sprechers niemand beworben. Nach zwei Bewerbungen bei einer zweiten Ausschreibung für den Einsatz von Teilbeliehenen habe der DSW zugesagt, diese selber zu rekrutieren.

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Die Bundespolizei hatte zudem auf verbesserte Abläufen bei der Passagierabfertigung und gute Erfahrungen damit in den Osterferien verwiesen. Zudem waren Kontrolleure zum Einsatz gekommen, die sich mitten in der Ausbildung befanden. Die Aufgaben für diesen Personenkreis beschränken sich auf das Einweisen und Sortieren von Wannen. Bei der Sicherheit werden laut Bundespolizei keine Abstriche gemacht. Zuletzt war es jedoch wieder zu langen Schlangen gekommen, so dass auch Flughafenchef Thomas Schnalke den zweiten Dienstleister forderte und die Verzögerungen kritisierte.

Der DSW teilt auf Nachfrage mit, die Vorgänge nicht kommentieren zu wollen. Ein Sprecher der Bundespolizei betont zudem, dass die personellen Engpässe die gesamte Branche beträfen, was befürchten lasse, „dass es kurz- und mittelfristig keine nachhaltige Lösung geben wird“. Auch in den nächsten Wochen werde es „immer wieder punktuell längere Wartezeiten geben. „Es gibt nicht die eine Lösung.“

Um die Prozesse weiter zu optimieren, werde auch eine „Entzerrung des Flugplans“ erwogen, um eine starke Konzentration von Passagieren zu bestimmen Zeiten zu vermeiden. Auch die Vorhersage des Passagieraufkommens als Grundlage für den Personaleinsatz müsse verbessert werden sowie die Vorbereitung und Steuerung der Fluggäste. Falsch gepacktes Handgepäck hemme nach wie vor extrem die Abläufe.