Air-Baltic-Maschine aus Zürich Piloten versuchen viermal vergeblich die Landung in Düsseldorf

Düsseldorf · Ein großes Sturmtief zog am Donnerstag über Europa und sorgte für Schäden an Bäumen und Gebäuden. Betroffen von den heftigen Böen war auch ein Flugzeug von Baltic Air auf dem Weg nach Düsseldorf.

 Ein startendes Flugzeug am Düsseldorfer Flughafen. (Archiv)

Ein startendes Flugzeug am Düsseldorfer Flughafen. (Archiv)

Foto: Endermann, Andreas (end)

Ein großes Sturmtief zog am Donnerstag über Europa und sorgte für Schäden an Bäumen und Gebäuden, mehrere Menschen kamen ums Leben. In Düsseldorf blieben größere Schäden zwar aus, die Feuerwehr musste aber zu mehr als 70 Einsätzen ausrücken. Betroffen von den heftigen Böen war auch ein Flugzeug von Baltic Air auf dem Weg in die Landeshauptstadt. Nach vier Versuchen musste die Crew den Landeanflug abbrechen. Das berichtet die Seite „Aerotelegraph.com“.

Wie in der App „Plane Finder“ zu sehen ist, startete der Flug LX1018 in Zürich um 11.41 Uhr. Um 12.43 Uhr wollte die Crew dann in Lohausen landen, musste den Versuch jedoch wegen des Sturms abbrechen. Der Airbus A220-300 drehte dann eine Runde über Essen und setzte um 12.52 Uhr zu einem weiteren Versuch an, der ebenfalls misslang. Die Maschine drehte ab, flog über Duisburg bis nach Recklinghausen, drehte dort zwei Runden über Herne und Gelsenkirchen und flog dann über Essen erneut in Richtung Düsseldorfer Flughafen.

Doch auch der dritte Versuch einer Landung gegen 13.18 Uhr klappte nicht, die Maschine flog über Duisburg nach Essen, um von dort den vierten und letzten Landeversuch zu beginnen. Mittlerweile war es 13.30 Uhr geworden und auch jetzt verhinderten die starken Sturmböen ein Aufsetzen in Lohausen.

Danach entschloss sich die Cockpitcrew, keinen weiteren Versuch zu unternehmen, und nahm wieder Kurs auf den Ausgangsflughafen Zürich. Dort landete die Maschine dann um 14.33 Uhr problemlos. Während der Airbus seine Runden über dem Rheinland und dem Ruhrgebiet drehte, flog er in relativ geringer Höhe zwischen knapp 570 und 1530 Metern.

Die Flugnummer beginnend mit LX zeigt an, dass der Baltic-Air-Flug im Auftrag der Fluggesellschaft Swiss durchgeführt wurde.

Am Donnerstag fielen insgesamt 10 Flüge aus, 14 wurden auf andere Airports umgeleitet und 3 Flüge auf Freitag verschoben, teilte der Flughafen am Freitag auf Anfrage mit.

Am Flughafen Köln/Bonn müssen viele Maschinen

Umgekehrtes Bild dagegen am Flughafen Köln/Bonn: „Bei uns sind 19 Maschinen außerplanmäßig gelandet, die zu uns ausgewichen sind“, sagte eine Sprecherin. Nur eine Maschine konnte in Köln/Bonn nicht landen und wich nach Frankfurt aus. Ausfälle gab es nicht. Vorteil des Köln/Bonner-Flughafens: „Wir haben eine Querwindbahn.“ Dadurch sei der Airport für nahezu alle Windverhältnisse gerüstet.

(csr)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort