Flughafen Düsseldorf So können Passagiere ihr Gepäck am Automaten aufgeben

Düsseldorf · Der Düsseldorfer Flughafen baut immer mehr Automaten auf, an denen das Gepäck ohne Personaleinsatz aufgegeben werden kann. Bei der Sicherheitskontrolle können teilweise Flüssigkeiten und technische Geräte im Handgepäck bleiben. An einer Stelle gibt es manchmal noch Probleme.

Flugpassagiere können per automatisierter Gepäckaufgabe ihren Koffer selber am Check-In Schalter im Flughafen aufgeben.

Flugpassagiere können per automatisierter Gepäckaufgabe ihren Koffer selber am Check-In Schalter im Flughafen aufgeben.

Foto: dpa/Thomas Banneyer

Der Flughafen automatisiert zunehmend die Abfertigung seiner Passagiere. So ist es ihnen je nach Buchung und Airline immer öfter möglich, dass Gepäck an Automaten aufzugeben. Bei der Sicherheitskontrolle sind zudem seit Ende Februar an sieben Stationen CT-Scanner verbaut, bei denen Elektrogeräte und Flüssigkeiten im Handgepäck verbleiben können.

Bereits im vergangenen Jahr war der Test mit den neuen Automaten der Materna IPS GmbH für die Gepäckaufgabe gestartet. Inzwischen läuft der Betrieb uneingeschränkt, mehr und mehr Airlines werden aufgenommen. Derzeit können den Service Fluggäste von Austrian Airlines, Lufthansa, Swiss, zum Teil Condor und neuerdings auch Eurowings nutzen. Ende Mai soll das Angebot bei Condor ausgeweitet und für KLM Royal Dutch sowie Air France eingeführt werden. Folgen sollen Tui, Aegean und SAS Scandinavian.

Derzeit konzentriert sich das Angebot noch auf den Abflugbereich vor Terminal A. Zehn zuvor mit Personal besetzte Stationen zur Gepäckaufgabe sind am Start der Schalterreihe umgebaut worden (111 bis 120). In der Nähe finden sich 25 mit Monitoren versehene Stationen zum Scannen der Bordkarten und Ausdrucken des Gepäckaufklebers. An sieben weiteren Stellen ist auch das Einchecken möglich, was Passagiere aber oft schon zuvor digital erledigt haben. Auch bei Eurowings finden sich jetzt zehn zu Automaten umgebaute Schalter zum Einchecken (151 bis 160) plus die genannten Display-Stationen.

Der Ausbau dieses Systems soll weitergehen, konkret sind vier weitere Kofferautomaten geplant. Wie die langfristigen Pläne sind, will der Flughafen noch nicht verraten, mit einer deutlichen Ausweitung ist jedoch zu rechnen. Die solle nach und nach geschehen, sagt Flughafensprecher Süleyman Ucar. In der ersten Sektion ist das Verhältnis von mit Personal besetzten zu automatischen Schaltern übrigens 50:50.

Dass die Airlines so Personal einsparen können, beschreibt Ucar nicht als „vordergründigen Grund“ für die Einführung. „Es geht vielmehr um mehr Komfort für Passagiere.“ Bei einer Vorführung zeigt sich, dass in rund einer Minute der Koffer aufgegeben werden kann, das Ausdrucken des Kofferaufklebers nach Scannen der Bordkarte geht sogar noch schneller.

Als etwas problematisch hat sich herausgestellt, dass Passagiere nicht genau wissen, wie sie den Aufkleber genau am Gepäck befestigen sollen, wodurch der mit mehreren Kameras ausgestattete Automat zum Teil Schwierigkeiten bei der Verarbeitung zur Weiterleitung aufs Gepäckband hatte. Derzeit wird überlegt, wie das noch besser vermittelt werden kann. Eine Anleitung findet sich etwa auf der Rückseite des Aufklebers, auch beim Ausdrucken wird das Vorgehen kurz auf dem Display dargestellt.

Mehr Komfort durch neue Technik bietet sich Passagieren seit kurzer Zeit auch dank neuer CT-Scanner mit 3-D-Bildgebung. Zwei gibt es an Schleusen zu Flugsteig A (nach dem Zugang ganz links), fünf vor Flugsteig B auf der unteren Ebene. Die Neuheit: Flüssigkeiten und technische Geräte können im Handgepäck verbleiben.

Die Scanner für die Personenkontrolle sind für mehr Zuverlässigkeit sogar komplett erneuert worden. Passagiere müssen dort ihre Arme nicht mehr nach oben heben, sondern nur noch leicht abspreizen.

Flughafensprecher Ucar reiht die technischen Neuerungen in eine „Qualitätsoffensive“ ein, die bereits im vergangenen Jahr (etwa mit weiterhin möglichen Vorbuchungen von Zeitfenstern für die Sicherheitskontrolle) dazu geführt habe, dass es „an keinem Tag mehr gravierende Probleme“ gegeben habe. In den Vorjahren gab es oft lange Wartezeiten, aufgrund von Personalmangel bei Dienstleistern an Sicherheitsschleusen oder für die Kofferabfertigung. Inzwischen sei man aber auch bei den beteiligten Unternehmen „sehr gut aufgestellt“.

Das gelte auch im Hinblick auf die erste große Reisewelle des Jahres. Mit 880.000 Fluggästen in den Osterferien werde ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet, obwohl der Sommerflugplan erst in der zweiten Hälfte startet. Allein 165.000 Reisende sollen es am ersten Wochenende sein.

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