Düsseldorf: Flughafen-Parken: Ordnungsamt muss jeden Fall einzeln prüfen

Düsseldorf : Flughafen-Parken: Ordnungsamt muss jeden Fall einzeln prüfen

Der Ärger um Park-Service-Unternehmen am Düsseldorfer Flughafen reißt nicht ab. Erneut haben sich zahlreiche Leser bei unserer Redaktion gemeldet und auf Flächen hingewiesen, wo auffallend viele Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen stehen.

So etwa an der Lütticher Straße, an der Cecilienstraße und rund um den Rheinpark. Zahlreiche andere Plätze im gesamten Stadtgebiet würden von einigen Service-Unternehmen als Abstellplätze genutzt, viele Leser nahmen hier das Ordnungsamt in die Pflicht, von Abschleppen war die Rede und davon möglichst schnell Strafzettel zu verteilen, um der Wildparkerei Herr zu werden. Allerdings sind der Stadt in den meisten Fällen die Hände gebunden.

"Jeder Fall muss einzeln geprüft werden, ob tatsächlich gegen etwaige Bestimmungen verstoßen wurde", sagte ein Sprecher. So dauere die Prüfung des Standortes Simon-Gatzweiler-Platz in Heerdt etwa noch an. Hier waren offenbar Autos geparkt worden, die vorher auf dem Parkplatz des Löricker Freibades gestanden hatten. In jenem Fall hatte die Stadt das Service-Unternehmen aufgefordert, die Fahrzeuge zu entfernen.

Tatsächlich ist es aber schwierig, gegen die Firmen einzuschreiten, da Ordnungsmaßnahmen immer auch einem gerichtlichen Verfahren standhalten müssen. Grundsätzlich gilt Freizügigkeit auch für Park-Service-Unternehmen.

In die Diskussion schaltete sich am Dienstag auch der Bundesverband unabhängiger Flughafen-Parkplatzbetreiber ein. Dessen Vorstand Frank Ferraro räumte Probleme in Düsseldorf ein. So beobachteten Kunden nach Rückkehr aus den Ferien höhere Tachostände, außerdem würden Pkw auf öffentlichem Gelände abgestellt. Es handele sich dabei um einzelne Firmen, sagte Ferraro und verwies auf viele seriöse Anbieter, die Stellflächen in ausreichender Zahl nachweisen könnten. "Tatsache aber ist, es werden Kunden geprellt, und das bringt die Branche in Misskredit."

(tt)
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