Flughafen Düsseldorf und Köln: Zentrales Fahndungssystem ausgefallen

Flughäfen in Düsseldorf und Köln: Fahndungssystem ausgefallen - zwei Stunden Wartezeit an Kontrollen

Vor den Pass-Kontrollen an den Flughäfen in Düsseldorf, Köln und Frankfurt am Main haben sich am Dienstag zeitweise lange Warteschlangen gebildet. Das zentrale Fahndungssystem der Bundespolizei war nach einem missglückten Update ausgefallen.

Ab etwa 7.40 Uhr am Morgen dauerte es bei der Ein- und Ausreise an den Flughäfen länger: Das bundesweite Fahndungssystem "Inpol" der Bundespolizei sei ausgefallen, die Kontrollen bei Reisen in und aus Nicht-Schengen-Staaten dauerten dadurch erheblich länger. Das bestätigte Jörg Bittner, Sprecher der Bundespolizei am Flughafen Düsseldorf, unserer Redaktion auf Anfrage.

"Es tritt dann eine Rückfallebene in Kraft, die zwar auf dasselbe System zugreift, die Abfragen dauern aber länger. Und je mehr Zugriffe es gibt, desto langsamer wird es." Ein geplantes Update sei schief gelaufen, die Techniker arbeiten an der Behebung. "Es war definitiv kein Hacker-Angriff oder illegaler Zugriff", betonte Bittner.

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Als etwa der A380 aus Dubai in Düsseldorf landete, mussten die Passagier bis zu anderthalb Stunden an der Einreise-Kontrolle warten. Am Mittag staute es sich erheblich, weil mehrere Maschinen in kurzer Zeit landeten und 300 bis 400 Fluggäste kontrolliert werden mussten. "In Köln gibt es dasselbe Problem. Aber da dort die Taktung nicht so eng ist, sind die Auswirkungen nicht so gravierend", sagt Bittner, der von einem bundesweiten Problem sprach.

Folgen für die Sicherheit habe es nicht gegeben, teilte das Bundespolizeipräsidium in Potsdam mit. Demnach kam es aber für etwa zwei Stunden zu Verzögerungen bei der Einreise. Die Arbeiten zur Aktualisierung der Software seien geplant gewesen. Am Dienstagabend waren die Störungen behoben.

(irz)