Flughafen Düsseldorf und Bundespolizei wollen 2019 neues Chaos bei Sicherheitskontrollen vermeiden

Chaos wie 2017 soll vermieden werden : Flughafen Düsseldorf baut Sicherheitskontrollen um

Die Bundespolizei will die Sicherheitskontrollen am Flughafen Düsseldorf so umstrukturieren, dass sich auf keinen Fall ein Chaos wie im Sommer 2017 wiederholt.

Zuerst soll im Winter bei einem Pilotprojekt im Terminal C versucht werden, die Kontrollen der Reisenden und ihres Handgepäckes deutlich flexibler zu organisieren. Dies erfuhr unsere Redaktion aus informierten Kreisen. Die Bundespolizei bestätigt dies. Der Airport unterstützt den Plan.

Die Anlagen für das Checken des Handgepäcks sollen so verlängert werden, dass bis zu fünf Passagiere gleichzeitig nebeneinander die Plastikwannen für das Durchleuchten beladen. „Dann behindern langsame Passagiere nicht mehr schnellere Reisenden“, sagt ein Insider. Außerdem soll es mehrere Bildschirmarbeitsplätze für das Auswerten der Röntgenbilder geben, ebenso mehrere Positionen zur Nachkontrolle, damit es weniger Staus gibt.

Bei einem Erfolg soll die neue Sicherheitskontrolle auch auf den mittleren Terminal B und den rechten Terminal A ausgedehnt werden. Allerdings wird dies wohl nur möglich sein, wenn eines oder mehrere Geschäfte oder Cafes geschlossen werden, um Platz zu schaffen.

Vorbild des Systems ist, wie der Amsterdamer Flughafen Schiphol arbeitet. Allerdings scheint die Bundespolizei davor zurück zuschrecken, neue Anlagen für das Durchleuchten des Gepäcks und der Passagiere zu kaufen – das halten aber Experten für nötig. Die Flughafen drängen außerdem auf mehr Mitsprache bei Sicherheitskontrollen.

In Frankfurt, Deutschlands größtem Airport, nahm die Bundespolizei ein ähnliches System am Dienstag in Betrieb.

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