Flughafen Düsseldorf: Airport rüstet sich für den Sommerferien-Anfang

Start der Sommerferien : Flughafen Düsseldorf erwartet fast vier Millionen Passagiere

Am ersten Wochenende der Sommerferien verdoppelt sich die Zahl der Fluggäste am Düsseldorfer Flughafen. Während der gesamten Ferien werden es fast 3,9 Millionen sein. Am Airport hat man Maßnahmen getroffen, um den Ansturm zu bewältigen.

Wenn am Wochenende die Sommerferien beginnen, erwartet der Flughafen Düsseldorf wieder einen großen Ansturm an Flugreisenden. Um die hohe Zahl an Passagieren abfertigen zu können, hat man am Airport bereits Vorkehrungen getroffen.

„Wir erwarten während der Sommerferien fast 3,9 Millionen Fluggäste“, sagt Flughafen-Chef Thomas Schnalke. „Das sind etwa 3,5 Prozent mehr als noch im Vorjahr.“ Bereits für das erste Ferienwochenende werden es rund 260.000 Passagiere sein. Die meisten Flüge hätten die Airlines bereits für den heutigen Freitag angekündigt. Insgesamt 690 Starts und Landungen müssen bewältigt werden. Über das komplette erste Ferienwochenende hinweg geht man am Flughafen von insgesamt 1900 Flugbewegungen aus.

Entsprechend alle Hände voll zu tun hat auch das Bodenpersonal. „Pro Schicht haben wir drei bis vier Check-Ins. Und wenn sie dann pro Flieger 200 bis 300 Leute rechnen, da kommt schon Einiges zusammen“, erzählt Susanne Gielessen, die am Eurowings-Schalter gerade die Passagiere für den Flug nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik gemeinsam mit drei weiteren Kollegen eincheckt. Stressig wird es manchmal bei Problemfällen. „Da kommt es zum Beispiel vor, dass das Gepäck zu viel wiegt, oder dass Passagiere ihren Ausweis vergessen haben – oder dass er abgelaufen ist“, berichtet Gielessen. „Manchen schaffen sie es zeitlich noch ihn zu holen oder bringen zu lassen. Aber am besten ist es, den Ausweis erst gar nicht zu vergessen und rechtzeitig auf Gültigkeit zu überprüfen.“

Auch bei der Sicherheitskontrolle hat man sich auf die höheren Passagierzahlen während der Sommerferien eingestellt. „Wir haben aufgrund des Flugplans eine Prognose über den Bedarf an Sicherheitspersonal erstellt“, sagt Anne Kister von der Bundespolizei am Flughafen Düsseldorf. „Die Sicherheitsfirma Kötter hat 1200 Mitarbeiter, auf die wir zurückgreifen können.“ So sei auch die Personalplanung für die Sommerferien bei der Sicherheitskontrolle nach oben angepasst worden.

Verzögerungen gibt es hingegen immer wieder, wenn Passagiere unerlaubte Gegenstände dabei haben. „Wir hatten einmal den Fall von jemandem, der eine Kettensäge für sein Ferienhaus in Spanien mit im Handgepäck hatte“, sagt die Polizeisprecherin. In solchen Fällen müssen die Gegenstände dann sicher im Gepäckraum verstaut werden. Das bindet Personal und kostet Zeit.

Um das Sicherheitspersonal zumindest etwas zu entlasten, variieren die Tätigkeiten. „Nach einer Zeit an der Monitorkontrolle wechseln die Mitarbeiter dann zur Handkontrolle und umgekehrt“, berichtet Kister. Während oben noch Passagiere und Handgepäck kontrolliert werden, findet einige Etagen tiefer die Gepäckverteilung statt. Im Sekundentakt rauschen weiße Kisten mit den Gepäckstücken an den Scannern vorbei. Vollautomatisch werden diese den verschiedenen Flügen zugewiesen.

Das meiste Gepäck wird heute bereits in Containern verpackt am Flugzeug angeliefert. Erst werden im vorderen Teil der Maschine ein oder zwei Container eingeladen, dann im hinteren Teil. „Ein Flugzeug muss man sich wie eine Wippe vorstellen“, erklärt Florian Gränzdörffer von Eurowings. „Da ist genau berechnet, wo und wann welches Gewicht hineinkommt. Denn wenn es nicht ideal verteilt ist, muss der Pilot in der Luft immer wieder gegensteuern und das kostet unnötigerweise zusätzlichen Treibstoff.“

Alexander Dierolf ist seit 20 Jahren leidenschaftlicher Verkehrspilot. „Es macht einfach Spaß, die Menschen in ihren wohlverdienten Urlaub zu fliegen“, sagt Dierolf. Zusätzlichen Stress hat er während der Ferienzeit nicht. „Wir haben einen Flugplan. Den fliegen wir ab.“

Und auch er hat Kurioses zu berichten. „Wir hatten einmal einen Wolf, den wir nach Frankfurt fliegen sollten. Der war für den dortigen Zoo bestimmt. Die Crew hielt in allerdings für einen Hund und ging mit ihm spazieren.“

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