Düsseldorf Flöße zeigen Leid von Flüchtlingen

Düsseldorf · Das Schicksal von Bootsflüchtlinge und allgemein von Verfolgten soll bekannter werden, soll durch persönliche Begegnungen ein Gesicht bekommen. Deshalb rudern Flüchtlingsfrauen und Aktivisten auf zwei Flößen den Rhein hinunter und gehen an mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen vor Anker. Am Sonntag, 10. August, machen sie in Düsseldorf Station.

Mit zwei Flößen fahren Flüchtlinge und Künstler seit Juli auf dem Rhein, um auf das Schicksal von Verfolgten aufmerksam zu machen.

Foto: privat

Initiator der Aktion ist der Aktionskünstler und Musiker Heinz Ratz. Er will mit der Aktion auf Flucht, Verfolgung und Vertreibung insbesondere von Frauen hinweisen. Er hat deshalb zwei große Flöße gebaut, auf die die Musiker seiner Band Platz haben sowie Flüchtlingsfrauen und ihre Kinder. In den Städten gibt die Band jeweils ein Konzert. Vor den Auftritten besuchen die Aktivisten meist eine Flüchtlingsunterkunft und bieten mit Clowns ein buntes Programm für Kinder.

Flüchtlingsorganisationen und Kirchen unterstützen die Aktion, weil sie so eine Chance sehen, auf das Leid und die schwierige Situation der Flüchtlinge aufmerksam zu machen und Kontakte zu den Einwohnern in den Städten herzustellen.

Der Initiator Ratz gilt als politischer Aktivist. Der Sohn eines Deutschen und einer Peruanerin ist nach eigenen Angaben fast 7000 Kilometer für Flüchtlinge durch die Lande geradelt und mehr als 100.000 Euro an Spenden gesammelt.

(bro)