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Von Düsseldorf nach Hamburg, Münster und Frankfurt: Flixbus startet neue Fernbus-Verbindungen

Von Düsseldorf nach Hamburg, Münster und Frankfurt : Flixbus startet neue Fernbus-Verbindungen

Seit dem Wochenende kann man mit dem Unternehmen von Düsseldorf aus über Köln nach Frankfurt und über Münster nach Hamburg fahren. Weitere Verbindungen sollen folgen.

Wer einsteigt, mag sich zunächst an längst vergangene Klassenfahrten erinnert fühlen, an Ski-Freizeiten mit der Jugendgruppe oder womöglich an Kaffeefahrten in geselliger Runde. "Unsere Reisebusse sind aber viel komfortabler, als man es von früher kennt", betont Flixbus-Geschäftsführer André Schwämmlein. Sein Unternehmen bedient seit wenigen Tagen von Düsseldorf aus zwei Linien mit Bussen: Vom Fern-Busbahnhof an der alten Paketpost kann man nun über Münster und Bremen nach Hamburg sowie über Köln nach Frankfurt fahren. Beide Strecken werden mehrmals täglich bedient.

Möglich wird das neue Angebot durch die Liberalisierung des Fernbus-Marktes. Zum Jahresbeginn war ein Gesetz gekippt worden, das feste Fernbus-Linien innerhalb Deutschlands verboten hatte. Seither haben diverse Unternehmen deutschlandweit neue Linien angekündigt, seit gestern kann man sogar beim Discounter Aldi Fernbus-Reisen buchen. Auch hier liegt Düsseldorf auf einigen Linien - etwa nach Frankfurt und nach Berlin.

Bei Flixbus sieht man die große Konkurrenz positiv. "Wichtig ist zunächst, dass das Angebot von Fernbussen allgemein bekannter wird", sagt Geschäftsführer Schwämmlein. Dabei helfe auch jeder zusätzliche Mitbewerber auf dem Markt. "Wir fühlen uns wohl im Wettbewerb."

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Das Reisen per Fernbus ist nicht unbedingt etwas für Geschäftsreisende und andere Eilige. Mit dem Bus von Düsseldorf nach Frankfurt zu fahren, sagt Schwämmlein, dauere definitiv länger als mit dem ICE: "Mindestens drei Stunden ist man unterwegs." Deswegen richtet sich das Angebot seines Unternehmens speziell an Menschen, die "vielleicht etwas mehr Zeit, aber etwas weniger Geld zur Verfügung" haben. Besonders oft seien das junge Menschen, Studenten oder, Auszubildende. "Aber zu den Kunden gehören durchaus auch ältere Menschen, die es zu schätzen wissen, dass da ein Busfahrer ist, der ihnen im Zweifelsfall auch mal mit dem Gepäck hilft oder eine Frage beantwortet." Man werde wohl eher nicht diejenigen als Kunden gewinnen, die bisher Bahn fuhren: "Vermutlich sind es eher die, die sonst das eigene Auto genommen hätten oder insgesamt weniger gefahren sind." Die ersten Fahrten waren dem Unternehmen zufolge bereits gut ausgelastet.

In den Reisebussen von Flixbus gibt es verstellbare Sitze, eine Klimaanlage, eine Toilette und ein kostenloses Wlan-Netz: "Da sind wir natürlich abhängig vom Empfang der Funknetze", so Schwämmlein. Kleine Snacks werden unterwegs verkauft. "Und man hat einen gut ausgebildeten Busfahrer, der einen sicher ans Ziel bringt", so Schwämmlein. Nachhaltiger als die Fahrt mit dem eigenen Pkw sei das Transportmittel außerdem.

Weitere Verbindungen seien denkbar, hat das Unternehmen angekündigt. Auch zahlreiche andere Anbieter bedienen von Düsseldorf aus verschiedene Ziele - und haben neue Routen angekündigt. "MeinFernbus" fährt beispielsweise von Düsseldorf aus über Straßburg und Kehl nach Freiburg. Ende April und Mitte Mai sollen viele neue Linien dazu kommen, die auch in Düsseldorf halten.

(jco/csi/jco/top)