Flagge zeigen für Fortuna Düsseldorf

Düsseldorf: Flagge zeigen für Fortuna

Die Düsseldorfer halten zu ihrem Fußballverein und demonstrieren vor dem Saisonfinale ihre Treue. Aus Trotz, aus dem Willen heraus, dass die Spieler es schaffen sollen, müssen: für Fortuna, für die Stadt.

Ein Traumwochenende, blauer Himmel, Sonne. Aber nachts, da haben die Fans Alpträume. Germania Ratingen taucht auf, so schlimm war das vor mehr als zehn Jahren. Es ging runter bis in die Oberliga Niederrhein. Jetzt wären die Namen andere, aber wer will schon wieder gegen Rot-Weiß Erfurt spielen?

Deswegen wehen die rot-weißen Fahnen an vielen Stellen in der Stadt, hängen am oder von innen im Fenster. Aus Trotz, aus dem Willen heraus, dass die Spieler es schaffen sollen, müssen: für Fortuna, für die Stadt. Die Saison war verkorkst, aber das zählt jetzt nicht, es zählt allein der Wunsch, nicht schon wieder abzusteigen, alles zu verspielen, was man mal geschafft hat nach jahrelanger Durststrecke. "Nie mehr dritte Liga" haben die Fans gesungen, mitten im Aufstiegsmarathon, der 2012 bis in die 1. Bundesliga führte.

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Da unten in dieser 3. Liga, gefühlt so weit weg und doch so nah, steht Dynamo Dresden auf Platz 1, die Stadt feiert ihre Aufstiegshelden und damit auch "unseren" Andreas "Lumpi" Lambertz, den sie hier nicht mehr haben wollten. Welch ein Fehler, denn eigentlich kann "Lumpi" besser auf- als absteigen. Die Düsseldorfer sprechen im Netz vom Klassenerhalt, für Mannschaft und Klubführung hagelt es Kritik. Welches Nachspiel da kommt, hängt vom heutigen Spiel ab. 15.30 Uhr, Arena, gegen den FSV Frankfurt.

(ujr)