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Firmen in Düsseldorf: Nöte und Chancen durch die Corona-Krise

Wirtschaft in Düsseldorf : Nöte und Chancen durch die Corona-Krise

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat verschiedene Unternehmen im Stadtgebiet besucht, darunter auch Start-ups und Coworking-Spaces. Einige Firmen können von der veränderten Arbeitswelt sogar auch profitieren.

Die Corona-Krise hat fast alle Wirtschaftszweige getroffen – jedoch unterschiedlich schwer. „Die Corona-Folgen werden von den Düsseldorfer Betrieben sehr unterschiedlich bewertet“, sagt Oberbürgermeister Thomas Geisel nach Besuchen in verschiedenen Betrieben. „Mir ist es daher wichtig, ein Gespür für die Ängste und Nöte, aber auch für die Chancen, die sich aus der Krise ergeben, zu bekommen.“ So konnten einige Unternehmen auch die neuen Anforderungen etwa an Digitalisierung nutzen, um ihre Geschäftsmodelle voranzubringen.

Handwerker Möbeltischler Dirk Schmidt aus Flingern etwa habe die Corona-Krise vergleichsweise gut bewältigt, heißt es von der Stadt. Ihm sei auch während der Pandemie der Nachwuchs besonders wichtig, weshalb er weiter ausbilde. Handwerker hätten teils auch von Soforthilfen oder Beratungsangeboten profitieren können, die nach dem Lockdown auf den Weg gebracht wurden. Friseure hätten die Corona-Folgen härter getroffen: zunächst durch Verdienstausfälle während der Schließungen bis 4. Mai, seitdem durch die Hygienevorgaben. Diese brächten weiterhin zusätzlichen Aufwand mit sich und bestimmten den Alltag, so beispielsweise die Inhaberin des Friseursalons „Chaarisma for Hair“, Vicky Thoidou.

Start-ups Hier berichteten zwei Unternehmen von ihren Erfahrungen. Die Foxbase GmbH bietet Softwarelösungen, mit denen Industrieunternehmen ihren Vertrieb digitalisieren können, bis zur Vermarktung und Etablierung neuer Geschäftsmodelle. Die Cognigy GmbH hat eine Software-Plattform entwickelt, mit der Unternehmen ihre Konversationen mittels künstlicher Intelligenz an einem zentralen Ort steuern können. „Corona hat sich abhängig von der Branche, der Größe und der Etablierung im Markt unterschiedlich auf die Düsseldorfer Start-ups ausgewirkt“, sagt Geisel. „Besonders für Unternehmen, die neue digitale Lösungen anbieten, ergeben sich durch die Veränderungen in der Arbeitswelt auch neue Einstiegsmöglichkeiten in den Markt.“

Coworking-Spaces Besonders junge Unternehmen und Selbstständige nutzen gerne eine flexible Arbeitsumgebung, die sie nach ihren Bedürfnissen anpassen können. Arbeitsplätze können nach Bedarf dazu- oder abgebucht werden. Thomas Geisel besuchte bei seiner Tour drei Konzepte; die „Startplatz Düsseldorf GmbH“, „24/7 Stays Offices“ und „Super 7000 GmbH“. Die Erkenntnis daraus: Für die Angebote ergeben sich verschiedene Folgen: Einerseits übersteigt die Nachfrage an Arbeitsplätzen deutlich das Angebot, das sie bereitstellen können. Andererseits ist mit dem Veranstaltungsgeschäft eine wichtige Einnahmequelle weggebrochen.

Außerdem könnten aufgrund der coronabedingten Abstandsregeln weniger Plätze vermietet werden.