Förderung mit 100.000 Euro: Filmstiftung verleiht Stipendien für Dokumentar-Projekte

Förderung mit 100.000 Euro : Filmstiftung verleiht Stipendien für Dokumentar-Projekte

Die Filmstiftung NRW hat drei Dokumentarfilm-Projekte mit nach dem TV-Journalisten Gerd Ruge benannten Stipendien ausgestattet. Die Arbeiten wählte eine siebenköpfige Jury aus 53 Bewerbungen aus. Die Projekte werden mit insgesamt rund 100 000 Euro gefördert, wie die Filmstiftung am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Das Gerd-Ruge-Projektstipendium wurde damit zum sechsten Mal vergeben.

Stipendien über jeweils 35 000 Euro erhalten die Macher der beiden Dokumentationen "Schönheit" über plastische Chirurgie sowie "Die Ordnung der Dinge" über Menschen auf der Suche nach Ordnung. Die Arbeit an der Dokumentation "Die Sehnsucht ist ein brennendes Hemd" über afghanische Jugendliche wird mit 20 000 Euro unterstützt. Ergänzend zu den Projektstipendien gehen jeweils weitere 10 000 Euro an die Projekte "Killing Seeds" über indische Bauernfamilien und die Aldi-Dokumentation "Aldi und Icke".

Der Geschäftsführer der Filmstiftung, Michael Schmidt-Ospach, wies bei der Verleihung auf die wachsende Beliebtheit von NRW als Drehort für Kinofilme hin: "In NRW entstehen aktuell Filme in großer Zahl und von besonderem Wert. An Rhein und Ruhr drehen derzeit besondere Regisseure aus Deutschland."

Als Beispiele nannte er Oskar Roehlers "Lulu und Jimi", Max Färberböcks "Anonyma" und das Clara-Schumann-Projekt von Helma Sanders-Brahms. Wim Wenders werde ab Mitte September für sein neues Projekt "Palermo Shooting" erstmals in seiner Heimatstadt Düsseldorf drehen. Darüber hinaus werde Heinrich Breloer für seinen "Buddenbrooks"-Film in Köln arbeiten.

(afp)
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