Düsseldorf: Fiftyfifty-Verkäufer dürfen weiter vor Netto stehen

Düsseldorf : Fiftyfifty-Verkäufer dürfen weiter vor Netto stehen

Nachdem die Discounter-Kette Aldi-Süd den Verkäufern der Obdachlosen-Zeitung Fiftyfifty zum 1. Juni den Aufenthalt vor ihren Düsseldorfer Filialen untersagt hat, melden sich jetzt auch andere Supermärkte zu Wort. So berichten auch Vertreter von Edeka, schlechte Erfahrungen mit den Verkäufern der Zeitung gemacht zu haben. Bei Rewe ist der Verkauf auf dem eigenen Grundstück prinzipiell nicht erlaubt.

Der Discounter Netto entscheidet dagegen in jedem Fall einzeln, ob die Fiftyfifty-Verkäufer vor den Märkten stehen dürfen. Das teilte das Unternehmen auf Anfrage unserer Zeitung jetzt mit. Wenn Beschwerden über die Verkäufer eingingen - etwa darüber, dass diese Kunden bedrängten - setze sich der jeweilige Marktleiter mit Fiftyfifty in Verbindung, damit der Standort verlagert werde, erklärte eine Sprecherin von Netto. "An Standorten mit neutraler bis positiver Kundenreaktion ist ein Verkauf auch weiterhin möglich."

Aldi Süd hatte sich in den vergangenen Tagen dazu entschieden, sein Verbot für alle Verkäufer geltend zu machen, nachdem sich Beschwerden von Supermarktkunden gehäuft hatten.

(lai)