Flutkatastrophe in Deutschland: Feuerwehrleute helfen in Magdeburg

Flutkatastrophe in Deutschland : Feuerwehrleute helfen in Magdeburg

Rund 650 Feuerwehrleute aus Düsseldorf und Umgebung helfen derzeit in Magdeburg. Gemeinsam mit 400 Soldaten und 140 Helfern des technischen Hilfswerkes sicherten sie ein vom Wasser bedrohtes Umspannwerk im Industriehafen.

Die Einsatzkräfte aus Düsseldorf, dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Mettmann errichteten einen Schutzwall um das Umspannwerk, um ein Eindringen von Hochwasser zu verhindern. Bei einer Abschaltung wären nicht nur rund 30.000 Magdeburger ohne Strom gewesen, auch Hebe- und Pumpmaschinen in der Altstadt wären ausgefallen. Am Montagmorgen wurde die Aktion erfolgreich beendet.

Auch an anderer Stelle hilft die Düsseldorfer Feuerwehr mit schwerem Gerät. Das Hochleistungspumpsystem "Hytrans-Fire-System" pumpt an der Anna-Ebert-Brücke bis zu 10.000 Liter pro Minute aus tiefer gelegenen Stadtteilen das Wasser zurück in die Alte Elbe.

Die Frauen und Männer arbeiten in drei Schichten rund um die Uhr. In der Zwischenzeit können sie sich auf Feldbetten in einer leeren Schule ausruhen. Dort werden sie von Düsseldorfer Hilfsorganisationen versorgt. Derzeit gibt es Planungen zur Ablösung der Helfer. 160 Helfer aus Düsseldorf, dem Rhein-Kreis-Neuss und dem Kreis Mettmann werden vermutlich am Mittwoch ausgetauscht, die meisten kommen von Freiwilligen Feuerwehren.

In Düsseldorf sind einige Beamte aus dem Urlaub zurückgekommen, um auch die Schlagkraft in der Landeshauptstadt zu sichern. Außerdem stehen sie als Reserve für Magdeburg bereit. Am Samstagabend hatte das Land Sachsen-Anhalt Hilfe angefordert. Bereits am vergangenen Mittwoch lieferten Düsseldorfer Helfer 140.000 Sandsäcke dorthin.

(EW)
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