Düsseldorf: FDP wehrt sich gegen Wohnpläne

Düsseldorf: FDP wehrt sich gegen Wohnpläne

Es war nur kurz Ruhe in der Diskussion um neue Wohnungen im Düsseldorfer Norden. Jetzt lebt die Debatte um 1000 neue Wohnungen an der Kalkumer Schlossallee auf.

Rund 1000 Einheiten könnten es nördlich der Kalkumer Schlossallee sein, die Stadt nimmt damit an einem Landeswettbewerb teil. Jetzt bittet die Verwaltung zu einem "moderierten Gedankenaustausch" und begründet dies mit dem Wunsch von "Politik und Verwaltung, über weitere bauliche Entwicklungen im Stadtgebiet nachzudenken". Eingeladen sind die zuständige Bezirksvertretung 5 sowie der Ausschuss für Stadtplanung, diskutiert wird morgen hinter verschlossenen Türen.

Die FDP-Ratsfraktion ist alarmiert. "Es kann keine Rede davon sein, dass die Politik an der nördlichen Kalkumer Schlossallee über Wohnbebauung nachdenkt", sagt die Vorsitzende Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Die FDP würde solche Pläne in keinem Ratsgremium mittragen. Der dörfliche Charakter der Stadtbezirke im Norden dürfe nicht verloren gehen. Planungen im Landschaftsschutzgebiet würden die Freien Demokraten nicht zulassen. Es sei "echt cool, bei der Kalkumer Schlossallee von ,Innenentwicklung' zu sprechen."

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Planungsdezernentin Cornelia Zuschke kontert. Sie fände es "auch ziemlich cool", eine frühzeitige Beteiligung so zu torpedieren. "Wir wollen ausloten, was dort möglich ist und was nicht", so die Beigeordnete. Das Land wolle keinen Siedlungsbrei zwischen den Städten, jetzt sollten Ortsränder ebenso definiert werden wie die Abschlüsse der Landschaft. "Davon hängt ab, ob gebaut wird oder nicht."

(ujr)