FDP: Marie-Agnes Strack-Zimmermann tritt nicht mehr als Bundesvize an

Düsseldorferin verzichtet auf Kandidatur : Strack-Zimmermann tritt nicht mehr als stellvertretende FDP-Chefin an

Die Düsseldorfer FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann tritt beim Bundesparteitag der Liberalen nicht mehr als stellvertretende Bundesvorsitzende an. Sie überlässt diese Position Nicola Beer, die bei der Europawahl als FDP-Spitzenkandidatin ins Rennen geht.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat vor fünfeinhalb Jahren den Posten als Bundesvize ihrer Partei übernommen. Gemeinsam mit Parteichef Christian Lindner baute die Düsseldorferin die FDP nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag von unten wieder auf, zog durch das Land und mobilisierte die Basis. Dies geschah mit Erfolg, die FDP zog wieder in den Bundestag ein. Strack-Zimmermann ist in der Fraktion kommunal- sowie verteidigungspolitische Sprecherin.

„Diese Aufgaben nehme ich weiterhin wahr“, sagte Strack-Zimmermann unserer Redaktion. Sie werde mit Blick auf diese Funktionen auch für einen Sitz im Bundesvorstand kandidieren. Neben ihr sind derzeit Katja Suding und Wolfgang Kubicki stellvertretende Bundesvorsitzende.

Strack-Zimmermann, in Düsseldorf FDP-Chefin, wird als Spitzenkandidatin der Liberalen für die Kommunalwahlen 2020 in Düsseldorf gehandelt. Darüber wird jedoch erst im Herbst entschieden. Die 61-Jährige nimmt regelmäßig an Fraktionssitzungen im Düsseldorfer Rathaus teil und äußert sich zu kommunalpolitischen Themen.

Sie gilt als eine der härtesten Kritikerinnen von Oberbürgermeister Thomas Geisel. Eine Kandidatur für das Amt der Oberbürgermeisterin bedeutet jedoch auch, mehr Zeit für die Arbeit in Düsseldorf zu haben. Dies dürfte bei der Entscheidung für den kommenden Bundesparteitag, der in Berlin stattfindet, auch eine Rolle gespielt haben.

„Alle, die mich kennen, wissen, dass ich keinem Kampf und keiner Kampfabstimmung aus dem Wege gehe, sofern ich der Überzeugung bin, dass dabei auch die Freien Demokraten einen Nutzen haben“, schrieb Strack-Zimmermann am Sonntag in einem Brief an Parteichef Christian Lindner und den NRW-Landesvorsitzenden Joachim Stamp.

„Eine Kampfkandidatur zwischen mir und der Spitzenkandidatin zur Europawahl wäre aber - egal wie das Ergebnis ausginge - so oder so zum Schaden der Partei“, heißt es zur Begründung weiter im Schreiben. FDP-Spitzenkandidatin für die Europawahl Ende Mai ist die bisherige Generalsekretärin Nicola Beer. „Seien Sie versichert, meine Entscheidung entstand aus Rücksicht auf die Partei. Meine Entscheidung ist definitiv nicht der Beginn eines Rückzugs“, schrieb Strack-Zimmermann.

(mit Material der dpa)
Mehr von RP ONLINE