Kommentar: Fatales Abwarten

Kommentar: Fatales Abwarten

Es schien zu Beginn der Flüchtlingswelle im Sommer eine gute Entscheidung, unbegleitete Jugendliche nicht in den großen Behelfsquartieren unterzubringen und ihre Betreuung ehrenamtlichen Helfern zu überlassen.

Nun stellt sich heraus, dass schon Ende des Jahres den Verantwortlichen klar gewesen ist, dass die Unterbringung in Fachstellen wie dem Kinderhilfezentrum nicht funktioniert. Statt schneller und flexibler Hilfe gab es ein Umzugsversprechen, auf das sich alle verließen. Die Standards der Jugendhilfe sind dabei vernachlässigt worden. Abwarten ist fatal, wenn es um verletzte und verletzliche Kinder geht, egal woher sie kommen. Sie sind auch jetzt wieder die Leidtragenden.

Stefani.Geilhausen@rheinische-post.de

(RP)
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