Facebook-Post: Veränderliche Krabbenspinne vs. Weiße Witwe in Düsseldorf

Igitt, was krabbelt da in Düsseldorf?: Diese weiße Spinne gruselt das Internet

Es gibt Dinge, die möchte man nicht unbedingt im eigenen Garten finden. Eine geisterhaft weiße Spinne, die eine Biene verspeist, gehört sicher dazu. Eine Nutzerin postete das Foto bei Facebook - damit ging das Rätselraten los.

Sie habe sich ziemlich erschreckt, erzählt Heike Sinning. „Mein Sohn hat sie entdeckt, aber nur, weil die Biene reglos da lag.“ Mutter und Sohn schauten genauer hin und entdeckten die Spinne. „Gänsehaut“, sagt Heike Sinning. In der Facebookgruppe „Nett-Werk Düsseldorf“ fragte sie: „Was ist das für eine Spinne? Ich habe so eine noch nie gesehen.“

Fast 100 Nutzer kommentierten den Beitrag, wild wurde spekuliert. „Ich kann die Spinne im Netz nicht finden“, schrieb eine, sie habe aber viele Bilder von weißen Spinnen bei Google entdeckt. „Vielleicht bekommst du über die Bilder heraus, was das für eine Art ist. Mein Ekel ist zu groß, um mich durch diese Bilder zu klicken.“

Zwei Vermutungen gab es unter den Nutzern:

  • Es könne sich um eine „Weiße Witwe“ handeln, gaben einige zu bedenken. Diese Spinne hat einen weißen oder hell gelblichen, kugeligen Hinterleib und lange dünne Beine. Sie wird als nicht besonders aggressiv beschrieben, ihr Biss soll normalerweise für Menschen nicht gefährlich sein - aber natürlich sorgt bereits ihr Name, der an die gefährliche Schwarze Witwe erinnert, bei manchen Menschen für eine Gänsehaut.
  • Andere vermuteten, dass es sich um eine Krabbenspinne handeln könne, die in Deutschland relativ weit verbreitet und für den Menschen vollkommen ungefährlich ist.

Was für eine kleine weiße Spinne ist es denn nun?

Die unspektakuläre, aber auch irgendwie beruhigende Antwort lautet: Heike Sinning hat Misumena Vatia fotografiert, die „Veränderliche Krabbenspinne“. Das sagt jedenfalls Dieter Schulten, Insektenexperte des Düsseldorfer Aquazoos. Weiß ist die Spinne übrigens nicht zufällig. „Hätte sie auf einer Löwenzahnblüte gesessen, wäre sie gelb gewesen“, sagt Schulten. „Sie kann nämlich aktiv die Farbe wechseln.“ Sie könnte also auch Chamäleonspinne heißen.

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Die faszinierende Krabbenspinne jagt, indem sie auf Blüten sitzt und auf Insekten wartet, die dort landen. Abgesehen hat sie es auf Bienen, Schmetterlinge und andere Krabbeltiere, die gerne Nektar trinken. Wie alle Spinnen ist auch die Krabbenspinne giftig, denn sie tötet ihre Opfer mit einem Biss und spritzt dann eine Substanz in ihre Körper, die das Innere zerlegt, so dass die Spinne sie aussaugen kann. Doch für den Menschen ist sie tatsächlich nicht gefährlich, sagt Dieter Schulten.

Was tut man, wenn man so eine Spinne im Garten entdeckt? Sich freuen, sagt Schulten. „Einfach mal angucken, die sehen echt niedlich aus.“

Das ist natürlich Ansichtssache.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Weiße Gruselspinne in Düsseldorfer Hecke

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