Düsseldorf: Ex-Sparkassen-Vorstand berät Geisel

Düsseldorf: Ex-Sparkassen-Vorstand berät Geisel

Der neue Oberbürgermeister Thomas Geisel hat seine Düsseldorf-Kompetenz Beratern zu verdanken, die ihm in den vergangenen eineinhalb Jahren immer wieder bei Treffen in seiner Wohnung ihre Einschätzungen zur Entwicklung der Stadt mitteilten.

Für den ein oder anderen führt der Kontakt nun auch ins Zentrum der städtischen Macht. So hatten einige der Teilnehmer sogar gedacht, der ehemalige Regierungspräsident Jürgen Büssow könnte Büroleiter Geisels werden. Den Steuerungsjob hat nun jedoch der verwaltungserfahrene und strategisch begabte Jochen Wirtz inne. Büssow wiederum ist Beauftragter für Regionales.

Geisel schätzt auch Andreas Goßmann. Der Banker war Vorstand der Stadtsparkasse und hätte sich auch den Job als Vorstandschef gut vorstellen können. Dafür hatte er seinen Hut in den Ring geworfen. Mit dem damaligen OB Dirk Elbers konnte Goßmann aber nicht, man trennte sich Ende 2013. Stadtpolitisch pikant ist nun, dass Geisel den ehemaligen Privatkundenvorstand zu seinem Berater machte.

Derzeit wird spekuliert, welche Rolle Goßmann künftig im Team Geisel spielt. Ein Chefberater für Wirtschaft, wie manche vermuten, wird er nicht, sagt Geisel, der mit Goßmann befreundet ist. "Aber ich werde ihn immer wieder in manchen Dingen fragen." Damit darf auch Jörg Schnorrenberger rechnen. Der Chef des Rings Deutscher Makler ist nach 26 Jahren "wegen Elbers" aus der CDU ausgetreten. In Fragen der Kulturpolitik hat Tonhallen-Intendant Michael Becker Geisel beraten.

(ujr)