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Düsseldorf: Event-Managerin verklagt die NRW-CDU

Düsseldorf : Event-Managerin verklagt die NRW-CDU

Per Zivilklage zieht die Ex-Chefin einer Event-Agentur gegen den Landesverband der NRW-CDU vors Landgericht. Die 44-Jährige organisierte jahrelang Veranstaltungen für die Partei, auch "Zukunftskongresse", für die sie Sponsoren geworben habe.

Doch nun fühlt sie sich von der Landespartei ausgebootet: Obwohl angeblich ausgemacht war, dass ihre Kundenkontakte geschützt werden sollten, habe die NRW-CDU jene Daten nach dem Regierungswechsel 2010 weiter genutzt. Das solle die Partei nun 5000 Euro pro Adresse kosten, so die Klägerin.

Doch der Richter machte der Kauffrau gestern wenig Hoffnung. Die Frau gab an, sie habe über Jahre hinweg 3500 Sponsoren für CDU-Landesveranstaltungen angesprochen. Nach dem Ende der Rüttgers-Ära habe sie diese Kontakte im Rahmen eines parlamentarischen Untersuchungs-Ausschusses offengelegt, sei vom CDU-Landesverband nicht weiter beauftragt worden — und habe 2012 gemerkt, dass die Landes-CDU jene Daten weiter genutzt habe.

Ob das zutrifft, klärten gestern weder die Partei-Vertreter im Saal noch das Gericht. Der Richter machte der Klägerin aber klar: "Sie haben schlechte Karten" — weil das Vertragswerk juristisch keine Handhabe für einen Anspruch gegen die Landespartei hergebe.

Der NRW-Verband erklärte zudem: "Nicht alle Kontakte kamen von Ihnen — und immerhin haben Sie für die Arbeit ja gutes Geld verdient." Der Richter ergänzte: "Die Klägerin hätte den Vertrag mit Anwälten aufsetzen sollen. Dann müsste die CDU jetzt zahlen bis sie schwarz wird." Doch mit der vorliegenden Vertragsversion sei für die Klägerin im Prozess nichts zu gewinnen. Eine Entscheidung soll aber erst im April verkündet werden.

(wuk)