Düsseldorf Evangelischem Medienzentrum droht die Schließung

Düsseldorf · Die Zukunft des FFFZ (Film- Funk-und Fernsehzentrum) der Evangelischen Kirche an der Kaiserswerther Straße 450 ist ungewiss. Beim Sparpaket der Landessynode ist für das Zentrum eine Einsparsumme von 550 000 Euro vorgesehen. Die Finanzierung des Medienverbands der Kirche, der seine Büros im gleichen Gebäude hat, wird aufgegeben. Auf diese Weise werden jährlich 750 000 Euro eingespart.

 Im FFFZ an der Kaiserswerther Straße 450 ist auch ein Tagungshotel untergebracht, für das ein neues Konzept gesucht wird.

Im FFFZ an der Kaiserswerther Straße 450 ist auch ein Tagungshotel untergebracht, für das ein neues Konzept gesucht wird.

Foto: Andreas Endermann

Bereits Anfang 2014 waren 12 von den insgesamt 25 Mitarbeitern des Medienverbands, die mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt sind, von dem Standort in das Landeskirchenamt verlegt worden. Für die verbleibenden Mitarbeiter wird nach einer neuen Lösung gesucht. "Wir wollen die gute Arbeit erhalten, können aber nicht alleine weitergehen", sagt Volker König, leitender Dezernent Politik und Kommunikation beim Landeskirchenamt.

Deshalb suche man nun nach einem Kooperationspartner im Fortbildungsbereich. Im FFFZ untergebracht sind ein Fernsehstudio und zwei Rundfunkstudios. Dort veranstaltete die Medienakademie der Kirche Fortbildungen und Seminare für Volontäre, auch die Radiobeiträge der Pfarrer wurden in den Studios aufgenommen.

Darüber hinaus dient das Haus, das 1993 eröffnet wurde, als Tagungshotel. Mit 47 Zimmern, neun Konferenzräumen und 9500 Tagungsgästen pro Jahr habe man etwa 630 000 Euro jährlich zugeschossen. 20 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.

Bis Ende März soll ein Gutachter klären, ob und unter welchen Bedingungen das Hotel erfolgreich betrieben werden kann. Mögliche Lösungen seien die Vermietung oder Verpachtung des Hotels. Anfang 2016 entscheidet die Landessynode über ein neues Konzept.

(RP)
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