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Verschärfte Einfuhrbestimmungen für Haustiere aus Nicht-EU-Ländern: EU-Ausweis auch für Hunde, Katzen und Frettchen

Verschärfte Einfuhrbestimmungen für Haustiere aus Nicht-EU-Ländern : EU-Ausweis auch für Hunde, Katzen und Frettchen

Düsseldorf (dto). Des Menschen liebster Freund ist seit dem 1. Oktober eindeutig identifizierbar. Hunde, Katzen und Frettchen erhalten seit diesem Datum mit der Tollwutschutzimpfung einen europaweit gültigen Pass, den so genannten "Heimtierausweis". Außerdem gelten seit diesem Monat auch verschärfte Einfuhrbestimmungen für Haustiere aus Nicht-EU-Ländern.

Die neuen EU-Heimtierausweise werden von niedergelassenen Tierärzten ausgestellt. Der Pass muss dem Tier eindeutig zugeordnet werden können, das heißt, das Tier muss durch Tätowierung oder Mikrochip identifizierbar und die Kennzeichnungs-Nummer im Pass eingetragen sein. Hunde, Katzen und Frettchen sind erst im Alter ab drei Monaten impffähig.

Wer seinen Hund oder seine Katze zum Beispiel im letzten Juni gegen Tollwut hat impfen lassen und diese Impfung in dem bisherigen - gelben - internationalen Impfausweis eingetragen ist, kann bis zur nächsten fälligen Tollwutschutzimpfung im Juni des folgenden Jahres durch Europa reisen.

Neben Angaben zu dem Tier und seinem Besitzer muss der Pass den tierärztlichen Nachweis enthalten, dass ein gültiger Impfschutz gegen Tollwut vorhanden ist. Der Impfschutz ist gültig, wenn bei Reiseantritt die Tollwutschutzimpfung mindestens 30 Tage und längstens zwölf Monate zurückliegt. Wer jedoch jetzt bereits schon mit einem neuen Heimtierausweis verreisen will, auch wenn eine Tollwutschutzimpfung für Hund oder Katze noch nicht ansteht, kann bei seinem Tierarzt die Daten zu Tier und Halter übertragen lassen.

Mit der Neuregelung zum 1. Oktober sind auch die Vorschriften für die Mitnahme von Tieren aus Drittländern, wie zum Beispiel der Türkei, verschärft worden: Bei der Einfuhr in einen EU-Mitgliedstaat müssen die Tiere tätowiert oder elektronisch gekennzeichnet sein. Zudem muss ein "Tollwuttiter", ein durch eine Blutuntersuchung bestätigter Impfschutz, nachgewiesen werden.

Nach den Vorgaben der EU-Heimtierverordnung sind Tiere, die Einreisebedingungen nicht erfüllen, in das Herkunftsland zurückzusenden, unter amtlicher Kontrolle zu isolieren oder - als äußerstes Mittel, sofern eine Rücksendung oder Isolierung durch Quarantäne nicht möglich ist -, zu töten. Grund für die strengen Regelungen ist die Sorge, dass aus Drittländern die Tollwut eingeschleppt wird.

Weitere Infos über das Amt für Verbraucherschutz unter Telefon 89-93242 und 89 93376.