Hintergrund: Escort-Service: Ein anderes Wort für Bordell

Hintergrund: Escort-Service: Ein anderes Wort für Bordell

Die Tote aus dem Hotel im Hafen hat nach Polizeiangaben bei einem Escort-Service gearbeitet. Was womöglich für ein seriöses Unternehmen gehalten wird, ist in der Regel nur die Umschreibung für einen bordellartigen Betrieb.

Ein Unterschied ist allerdings, dass diese Firmen (in Düsseldorf gibt es Dutzende davon) meist auch anbieten, dass die "Models" ihre Kunden zu geschäftlichen Abendessen oder kulturellen Veranstaltungen begleiten.

Der Kunde wird in der Regel vorab gefragt, was genau er wünscht — und wie die Begleitung seiner Wahl auszusehen hat. Diese Anfrage bezieht sich vor allem auf die Kleidung: Auf Wunsch kommt die Dame im Business-Dress und mimt Ehefrau oder feste Partnerin. Weil man sich den Anstrich des Seriösen geben will, erklären diese Agenturen stets, ihr Personal bestehe — in ihrem "anderen" Leben - aus Studentinnen oder gingen anspruchsvollen Berufen nach.

Da es angeblich auch Klienten gibt, die tatsächlich nur Begleitung und mehr nicht wollen, wird auch das angeboten — aber ansonsten sind die Angebote auf den einschlägigen Internetseiten eindeutig.

Die Preise bewegen sich auf einem hohen Level: Nach Stunden bemessene Einsätze fangen bei rund 300 Euro an, soll das Ganze 24 Stunden dauern, wird die 1000-Euro-Grenze schnell überschritten, soll es ein kompletten Wochenende sein, sind zwischen 2500 und 4000 Euro fällig — zahlbar stets sofort, also am Anfang des Treffens. Und gern nimmt man Bargeld.

(RP/jco)
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