Basketball: "Es muss noch etwas passieren"

Basketball: "Es muss noch etwas passieren"

Otto Reintjes, Gesellschafter des Basketball-Bundesligisten Giants, spricht über die abgelaufene Saison, seine Lieblingsspieler und die Ziele für den Klub aus dem Düsseldorfer Süden.

Beim Basketball-Bundesligisten Giants trieb Funktionär Otto Reintjes den Umzug aus Leverkusen maßgeblich mit voran. Im Interview mit der RP gibt der Gesellschafter des Klubs einen Ausblick auf die kommende Spielzeit.

Herr Reintjes, wie beurteilen Sie mit etwas zeitlichem Abstand die abgelaufene Giants-Saison, die erste am Standort Düsseldorf?

Reintjes Wenn man überlegt, was wir alles organisieren mussten: den Umzug, die Lizenzierung, einen neuen Geschäftsführer und so weiter — dann muss man mit dem vergangenen Jahr einfach zufrieden sein. Es ist viel Positives entstanden. Aber es gibt natürlich noch viel Luft nach oben.

Auf welche Bereiche spielen Sie an?

Reintjes Bei vielen Dingen muss noch etwas passieren. Ganz egal ob Sponsorenakquise, die Zuschauerzahlen oder auch der sportliche Erfolg.

Was könnten die Giants besser machen, um neue Geldgeber zu finden?

Reintjes Erst einmal muss ich sagen, dass Claudio Di Padova und Swenja Rickert einen tollen Job machen. Wir müssen weiter versuchen, die Wirtschaft von unserem Konzept zu überzeugen. Wir müssen ihnen klarmachen, dass wir für die Firmen werbetechnisch von Nutzen sein können. Vieles hängt von Kontakten ab, die man ständig neu knüpfen muss. Und manches auch von glücklichen Umständen.

Sie sprachen auch die Zuscherzahlen an.

Reintjes Für unser erstes Jahr hatten wir einen guten Schnitt — aber wir müssen nun zulegen.

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Wie wollen Sie denn mehr Fans ins Burg-Wächter Castello locken?

Reintjes Basketball ist zwar ein amerikanischer Sport. Aber in Deutschland kriegt man die Leute nur mit sportlichem Erfolg in die Halle. Unser Rahmenprogramm ist ohnehin schon gut. Aber wir müssen sportlich besser werden. Dann kommen automatisch mehr Leute in die Halle.

Das hieße Qualifikation für die Playoffs.

Reintjes Das muss unser Ziel sein. Wenn wir in den nächsten beiden Jahren nicht in die Play-offs kommen, dann haben wir uns sportlich nicht weiterentwickelt.

Trainer Achim Kuczmann hat praktisch alle Wunschspieler halten können. Wie stark ist das Korsett der Mannschaft, unabhängig von den Zugängen, die noch dazukommen werden?

Reintjes Ich möchte da kein endgültiges Urteil abgeben. Gut ist auf alle Fälle, dass Zack Whiting bleibt, einer der besten Spielmacher der Liga. Auch Brant Bailey wird uns weiterhelfen. Die jungen Spieler wie Tom Spöler haben sich ebenfalls gut entwickelt.

Wie wird ihr persönliches Engagement für die Giants in Zukunft aussehen?

Reintjes Ich bleibe weiterhin Gesellschafter und auch gerne weiter beratend tätig. Wenn man aber meint, dass es in Zukunft irgendwann auch mal ohne Otto Reintjes geht, dann habe ich damit aber auch kein Problem.

Mark Kühn führte das Gespräch mit Otto Reintjes.

(RP)
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