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Lehrer-Kolumne: Es geht um mehr als Bälle

Lehrer-Kolumne : Es geht um mehr als Bälle

Im Sportunterricht kann man viel für das Leben lernen, findet Jung-Lehrer Konstantin Runte.

Neben der Planung und der Umsetzung des Unterrichts gehören zu den Aufgaben eines Lehrers viele weitere Aspekte. Einer davon ist die Arbeit am schulinternen Lehrplan, der für die neuen G9-Jahrgänge an allen Schulen in den Fächern geschrieben wird. Um die Änderungen des Kernlehrplans zu erfahren, finden sogenannte Implementationsveranstaltungen statt, an der ich im Fach Sport teilgenommen habe.

Während ich dem Geschehen folgte, schweiften dennoch meine Gedanken zu Aussagen ab, die ich hinsichtlich des Sportunterrichts häufig im Alltag höre: „Wir haben im Sportunterricht immer nur Fußball gespielt“ oder „Sport, da musst du doch nur ’nen Ball in die Mitte werfen“. Diese Aussagen möchte ich gerne aufgreifen und etwas Klarheit schaffen: Das Fach Sport erfüllt einen sogenannten Doppelauftrag, der einerseits die Schüler zum Sport erziehen soll. Hierbei geht es aber weniger nur um Ballspiele, vielmehr werden den Kindern schon in der Erprobungsstufe, also bis zum Ende von Klasse 6, verschiedenste Bewegungsfelder aufgezeigt.

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Andererseits hat Sport eben auch einen besonderen erzieherischen Charakter: Es wird organisiert, kommuniziert, reflektiert, kooperiert und auch konkurriert. Die verschiedenen Aspekte, die im Sport zum Vorschein kommen, werden dabei immer wieder zum Thema gemacht. Wie oft hört man als Sportlehrer den Satz „Die Teams waren unfair“ oder „Die haben ja auch unfair gespielt“. Hierbei wird dann beispielsweise der Fair-Play-Gedanke gemeinsam aufgegriffen. Häufig liegt der Fokus im Sportunterricht besonders im Zusammenspiel und dem Sich-vertrauen-können! Als Sportlehrer stehe ich inmitten des Geschehens und meine Aufgaben bestehen dabei aus mehr als „den Ball in die Mitte zu werfen“. Schon beim Planen vom Unterricht überlege ich (mithilfe des Lehrplans), welche pädagogische Absicht ich in einer Stunde verfolge und mit der Klasse angehen möchte. Damit das alles dann in der Praxis „funktioniert“, gibt es weitere Aspekte, die ich nicht abschließend aufzählen möchte. Beispiele wären die ständige Frage zum Einhalten der Sicherheitsaspekte, um das Verletzungsrisiko zu minimieren, und die Ritualisierung von Teilaspekten im Unterricht, um die Organisation in der Halle zu erleichtern.

Leider wird dem Fach häufig in Schulen zu wenig Beachtung geschenkt. Viele Aspekte würden fehlen, wenn es dieses wunderbare Fach nicht gäbe! Man ist eben doch nicht nur der, der den Ball mitbringt…