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Neue Bahnverbindung: Erster Thalys fuhr um 5.45 Uhr nach Paris

Neue Bahnverbindung : Erster Thalys fuhr um 5.45 Uhr nach Paris

Pünktlich um 5.45 Uhr ist am Montag der erste Thalys der neuen Direktverbindung am Düsseldorfer Hauptbahnhof abgefahren. In rund vier Stunden erreicht der Hochgeschwindigkeitszug mit bis zu 300 Stundenkilometern Paris und soll damit dem Flugzeug Konkurrenz machen.

Eine Strecke kostet regulär 112 Euro. Es soll aber immer wieder Sonderaktionen geben.

Zunächst gibt es nur eine direkte Verbindung täglich aus Düsseldorf, die Rückfahrt geht um 18.01 Uhr vom Pariser Nordbahnhof. Wer zu anderen Zeiten fahren will, muss wie bisher in Köln umsteigen. Wenn die Strecke über Düsseldorf, die auch über Duisburg und Essen führt, gut angenommen wird, soll sie ausgebaut werden.

2002 war die Thalys-Strecke über Düsseldorf wegen zu geringer Nachfrage eingestellt worden. Bei der ersten Fahrt gestern zumindest war der Zug, der auch in Liège und Brüssel hält, gut gefüllt mit Kurzurlaubern und Geschäftsleuten. Manche wollten extra bei der Jungfernfahrt dabei sein.

Nach Ansicht von Oliver Neuhoff, Verkehrsreferent bei der Industrie- und Handelskammer (IHK), könnte die Zugfahrt für Geschäftsreisende eine interessante Alternative zum Flugzeug werden: "Die Fahrzeiten sind günstig. Da hat man den Tag über Zeit, alle Gespräche in Paris oder Brüssel zu führen und fährt abends wieder zurück." Auch Veronique Donat vom französischen Konsulat freut sich für ihre etwa 8000 Landsleute, die in Düsseldorf und Umgebung wohnen. "Da kann man dann mal schnell zum Tee mit den Großeltern nach Paris fahren", sagt sie.

Corinna Spellerberg, Bahnexpertin im Reisebüro Droste, sieht den Thalys gegenüber den Fliegern im Hintertreffen. Für Reisende aus Essen oder Duisburg, wo der Zug nun auch verkehrt, sei er interessant. Die Düsseldorfer würden eher das Flugzeug bevorzugen, glaubt sie. "Der Thalys wird kein Renner."

(RP)